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Du weißt, daß ich wenig leiden kann, und daß ichschnell zu Boden geworfen werde, wenn sich eine ge-ringe Widerwärtigkeit erhebt.
Laß mir jede Uebung in der Trübsal um deinesNamens willen liebenswürdig und wünschenswerthwerden; denn leiden und geplagt werden für Dich, istsehr heilsam für meine Seele.
XX. Kapitel.
Von dem Bekenntnisse der eigenen Schwäche, und denMühseligkeiten dieses Lebens.
1. Bekennen will ich wider mich meine Ungerechtig-keit, bekennen will ich Dir, o Herr, meine Schwachheit.
Oft ist es eine Kleinigkeit, die mich niederbeugtund traurig macht.
Ich nehme mir vor entschlossen zu handeln, aberwenn eine geringe Versuchung kommt, so wird mirsehr angst dabei.
Oft ist es eine unbedeutende Sache, woraus eineschwere Versuchung entsteht.
Und wenn ich mich nur ein wenig sicher glaube, sofinde ich mich bisweilen, ohne es zu merken, durch einenleichten Hauch beinahe niedergeworfen.
2. Sieh also, o Herr, meine Niedrigkeit und Ge-brechlichkeit, die Dir von allen Seiten bekannt ist.
Erbarme Dich meiner und reiß mich heraus ausdem Schlamme, damit ich nicht stecken bleibe und aufimmerdar zu Grunde gehe.
Das ist es, was mich so oft zurückschlägt, und vorDir beschämt, daß ich so zum Falle geneigt und soschwach bin, den Leidenschaften zu widerstehen.