2- Die aber Jesus »rege» Jesus und nicht wegenihres eigenen Trostes lieben, preisen Ihn in jeder Trüb-sal und Angst des Herzens, wie im höchsten Troste.
Und wenn Er ihnen niemals Trost geben wollte,so würden sie Ihn dennoch immer loben, und Ihmimmer Dank sagen wollen.
3. O wieviel vermag die reine Liebe zu Jesus, dienicht mit Eigennutz oder Eigenliebe vermischt ist!
Sind die nicht alle Miethlinge zu nennen, die immerTröstungen suchen?
Beweisen jene sich nicht mehr als Liebhaber ihrerselbst, als Christi, die immer an ihren Vortheil undGewinn denken?
Wo findet man einen solchen, welcher Gott umsonstdienen will?
4. Selten findet sich ein so geistiger Mensch, dervon Allem entblößt wäre.
Denn einen wahren Armen im Geiste, und einen,der von jedem Geschöpfe los wäre, wer wird ihn fin-den? Sein Werth ist, wie ein Ding, das fern und vonden äußersten Grenzen herkommt. (Sprüchw. 31, 10.)
Wenn der Mensch all seine Habe hingäbe, ist esnoch nichts.
Und wenn er große Buße thäte, so ist es noch wenig.
Und wenn er alle Wissenschaften erfaßte, ist er nochferne.
Und wenn er große Tugend und eine sehr glühendeAndacht hätte, so fehlt ihm noch Vieles: nämlich Ei-nes, was ihm höchst nothwendig ist.
Was ist das? Daß er, nachdem er Alles verlassen,