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Es ist groß, und sehr groß, sowohl des'mensch-lichen als göttlichen Trostes entbehren zu können,und für die Ehre Gottes gerne die Verbannung desHerzens (von Ihm) ertragen zu wollen, und in nichtssich selbst suchen, noch aus eigene Verdienste Hinblicken.
Was ist es Großes, wenn du heiter und andäch-tig bist, wenn die Gnade kommt? Allen ist dies eineerwünschte Stunde.
Gar sanft fährt der, den die Gnade Gottes trägt.
Und ist es ein Wunder, wenn der die Last nichtfühlt, der vom Allmächtigen getragen, und vom höch-sten Führer geführt wird?
2. Gerne haben wir etwas zum Troste, undfchwer zieht der Mensch sich selbst aus.
Der heilige Märtyrer Laurentius hat die Weltmit seinem Priester überwunden, weil er Alles, wasin der Welt ergötzlich schien, verachtete; und es ausLiebe zu Christus mit Geduld ertrug, daß der höchstePriester Gottes Sirtus, den er am meisten liebte,auch von ihm genommen wurde.
Durch die Liebe zum Schöpfer überwand er alsodie Liebe zum Menschen, und für den menschlichenTrost wählte er lieber das Wohlgefallen Gottes.
So lerne du auch einen nothwendigen und ge-liebten Freund aus Liebe zu Gott verlassen.
Auch lasse es dir nicht schwer fallen, wenn duvon einem Freunde verlassen wirst; da du weißt, daßwir am Ende alle von einander getrennt werden müssen.
3. Viel und lange muß der Mensch in sich selbstkämpfen, bevor er lernt sich selbst vollkommen über-winden, und all seine Neigung auf Gott beziehen.