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ES ist nichts Großes, mit Guten und Sanftmü-thigen umzugehen; denn das gefällt Allen von Na-tur aus, und ein jeder hat gerne Frieden, und liebtdie mehr, welche mit ihm gleiche Gesinnungen haben,Aber mit Harten und Verkehrten oder Unordent-lichen, oder solche», die uns zuwider sind, im Frie-den leben zu können, ist eine große Gnade, ist einsehr löbliches und männliches Werk,
3, Es giebt welche, die sich selbst im Friedenhallen, und auch mit Andern Frieden habe».
Es giebt auch welche, die weder selbst Friedenhaben, noch Andere im Frieden lassen; Andern sindsie beschwerlich, sich aber immer noch beschwerlicher.
Es giebt auch Andere, die sich selbst im Frieden be-wahren, und Andere zum Friede» zurückzuführen suchen.Es ist jedoch unser ganzer Friede in dieser elen-den Welt vielmehr in die demüthige Ertragung, als indas Nichtempfinden der Widerwärtigkeiten zu setzen.Wer besser zu leiden weiß, wird größern Frie-den bewahren, Er ist ein Sieger über sich selbst undHerr der Welt, ein Freund Ehristi und Erbe desHimmels.
IV. Kapitel.
Von der reinen Gesinnung und einfachen Absicht.
l. Auf zwei Flügeln erhebt sich der Mensch überdas Irdische, durch Einfalt und Reinheit,
Einsalt muß sein in der Absicht, Reinheit in derNeigung, Einfalt strebt nach Gott hin, Reinheit er-greift und genießt Ihn,
Keine gute (äußere) Handlung wird dich (im Ge-