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hat Plage über Plage, und leidet von alle» SeitenAngst; weil er den innern Trost entbehrt, nnd venäußer» zu suchen verhindert wird.
Ein Ordensmann, der außer der Zucht lebt, isteinem schweren Falle ausgesetzt.
Wer loser und ungebundener zu sein sucht, wirdimmer in Aengsten sein; weil das Eine oder das An-dere ihm mißsallen wird.
8. Wie machen es soviele andere Ordensleutc,die sehr eingeschränkt sind unter der klosterlichen Zucht?
Sie gehen selten aus, leben abgeschieden, essenganz ärmlich, sind grob gekleidet, arbeiten viel, re-den wenig, wachen lange, stehen srüh auf, betenlange, lesen oft, und bewahren sich in aller Zucht.
Schauehin aufdie Karthäuser und Cisterzienser und,auf die Mönche unv Nonnen von verschiedenen Orden, 'wie sie jede Nacht aufstehen, um Gort zu lobsingen.
Daher wäre es Schande, wenn du zu einer soheiligen Zeit") träge sein solltest, wo eine so großeMenge von Ordenslenten Gott zu jubeln beginnt.
9. O daß uns nichts Anderes zu thun obläge,als den Herrn, unsern Gott, aus vollem Herze» undMunde zu loben!
O daß du niemals essen, noch trinken, noch schla-fen durftest; sondern immer Gott loben könntest, undnur geistigen Beschäftigungen obliegen! dann wärestdu viel glücklicher als jetzt, da du dem Fleische we-gen mancherlei Bedürfnisse dienest.
O daß doch diese Bedürfnisse nicht wären, son-
*) Ändere lesen: Bei einem so heiligen Werke.