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O höchst elender und thörichter Sünder, was wirstdu Gott antworten, der als deine Missethaten weiß;der du bisweiten vas Angesicht eines erzürnten Men-schen fürchtest?
Waruni siehst du dich nicht vor aus den Tag desGerichtes, wo Keiner durch einen Andern wird ent-schuldigt oder vertheidigt werden können?
Jetzt ist deine Arbeit furchtbringend, dein Wei-nen angenehm, dein Seufzen erhörbar, dein Schmerzsühnend und reinigend.
2. Ein großes und heilsames Rciniguugsfeucrhat der geduldige Mensch, den, wenn er Kränkungenerleidet, mehr des Andern Bosheit, als die eigeneKränkung schmerzet; der für seine Widersacher gernebetet, und vom Herzen ihnen ihre Schulden vergibt,der Andere um Verzeihung zu bitten nicht säumt,der leichter sich erbarmet, als zürnet; der sich oftselbst Gewalt anthut, und das Fleisch vollkommendem Geiste zu unterwerfen sich bemüht.
Es ist besser jetzt von Sünden sich zu reinigenund die Laster auszurotten, als sie für die Zukunftzur Reinigung aufzusparen.
Wahrlich wir betrügen uns selbst durch die un-geordnete Liebe, die wir zum Fleische haben.
3, Was anders wird jenes Feuer verzehren, alsdeine Sünden?
Je mehr du deiner selbst jetzt schonest, und demFleische folgest, desto härter wirst du nachher büßen,und desto größern Stoff zum Verbrennen sparest du auf.
Worin der Mensch mehr gesündigt hat, darinwird er auch ^schwerer bestraft werde». Dort werden