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Jetzt nimmst du dir vor dich zu hüten, und nacheiner Stunde handelst du, als ob du dir nichts vor-genommen hättest.
Mit Recht dürfen mir uns daher selbst demüthi-gen, und niemals etwas Großes von uns denke»,weil mir so gebrechlich und unbeständig sind.
Schnell kann auch verloren werden durch Nach-läßigkeit, was mit vieler Mühe endlich kaum durchdie Gnade erworben worden ist,
7. Was wird am Ende noch aus uns werden,die wir so frühe lau werden?
Wehe unS, wenn wir also znr Ruhe uns hin-neigen wollen, als ob schon Friede und Sicherheitwäre, da noch nicht eine Spur wahrer Heiligkeit inunserm Wandel sich zeigt,
Wohl wäre es nothwendig, daß wir »och einmalwie gute Probeschüler zu einem heiligen Leben unsanleiten ließen, ob etwa Hoffnung da wäre, daß wirin Zukunft uns bessern, und im Geiste größere Fort-schritte machen würden,
XXIII. Kapitel.
Von der Betrachtung des Todes.
I. Gar bald wird es hier um dich geschehen sein.Siehe daher zu, wie es um dich steht; heute ist derMensch, und morgen ist er nicht mehr,
Ist er aber aus den Augen entrückt, so verschwin-det er auch bald aus dem Sinne,
O der Stumpfheit und Härte des menschlichenHerzens, daß es allein aus das Gegenwärtige bedachtist, und nicht vielmehr auf das Zukünftige hinausblickt!