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Daher muß man wachen, besonders am Anfangeder Versuchung; denn dann wird der Feind leichterüberwunden, wenn man ihn zur Thüre des Herzensauf keine Weise eingehen läßt; sondern ihm sogleichvor der Schwelle, wie er anklopft, begegnet.
Daher sagt Jemand i„Widerstreb' im Beginn; zu spät wird Heilung bereitet,Wenn durch langen Verzug schlimmer das Uebel schon
ward."
Denn zuerst kommt in das Gemüth ein bloßer Ge-danke, hernach eine mächtige Einbildung, dann die Lustund eine böse Regung, und endlich die Einwilligung.
Und so dringt der böse Feind allmählig ganz ein,wenn ihm im Anfange nicht widerstanden wird.
Unv je länger einer zum Widerstande unthätig war,desto schwächer wird er täglich in sich unv der Feindum so mächtiger gegen ihn.
6. Einige haben am Anfange ihrer Bekehrungheftigere Versuchungen zu leiden, Andere aber am Ende.
Wieder Andern geht es aber gleichsam ihr ganzesLeben hindurch hart.
Einige werden ganz gelinde versucht, nach der Weis-heit und Billigkeit der göttlichen Anordnung, welchedie Lage und Verdienste der Menschen abwägt, undAlles zum Heile ihrer Erwählten vorherbestimmt.
Darum müssen wir, wenn wir versucht werden,nicht den Muth sinken lassen, sondern um so eifrigerGott bitten, daß er uns in aller Trübsal helfen wolle,der nach dem Ansspruche Paulus der Versuchung einensolchen Ausgang verschaffen wird, daß wir es ertra-gen können. . ^ .