2 io Beschreibungdct dreyen Königreichen
daß alsdann die vornehme persohnen von hohen Ansehen als cm sondtr-bare Freyheit vorbehalten habm/ dise aliun zu tragen/ theils Scheinsvnd prachts halber/ thests auch / aufs daß auß diesem 5rlang er^wurde/ daß st- gcgmweriig ftycn. Die in cc «nAo ^ öscra vnd 80^0kragen zum Kennzeichen den Bundk/ welchen jhnen der König gib-tzinZeit / da er jhnm cm Ämbk aufftragtt: Dtt zu i DbuUiA vnd Nembi >schmucken die Stirn mit einem Schopffvon Elephanten )>arsien/trchchebey denen Mohren in so hohenWerth seynd/ daß selten/ vue auß höch-ster Gnad deren Brauch den geltrbtisien Kebswkibern zugelassen wird. !Aber hinder denVstrcnverFiüß Lo^ri vnd Eoang» besiehet das MinneMerckzeichen selbigerInnwohner in Außbutiung der Jähnen/mdem 'ste einen jeden deren sauber vnd subtil! abstillen.
z ^4. In den Königreichen lvlaramka vnd (^onZo, sodenen^or-,tugefen nit viuerworffen stynd/pflegen die vorn.hmcrc Gkands-Per- >söhnen von dem gemeinen Mann vnd Pöstcl vnterschidenzu seyn/mit- Ikelji etlicher Schnitt oder Wunden in denen Armben/ Schinbaim/Hüfftcn: Aber noch seltsamer ist / daß die so einander lieben / auß zarmGemüths vnd Hebsnaigung dise Wunden stlbstm aneinander machen:Dahero in dem sie osicntlich also vnformblwh zernflcn /vnd mit Blntübertonnen erscheinen / sireichen sie singend die thonechtt Wahnsinnig-kcit jhrer tyrannischen 4icb hcrfür/ sich wegen dcro Verhanligkeit rüh-mend/vnd für ein grosses Glück achtend/ nach Würde wieder-umb geliebtt zu werden.
Ende deß erste» Buchs.
Das