at£e8 meines SBeibeS bleibet, ©ilber itnb Letten, Älehnobieit, uu1> Was juihrem Seite gebötet, unter ftd; gu gteidjem Steile nehmen fetten.
«Stürbe audj meine liebe Sodjtet Benigna ebne geibeS=@rbeit, fo fotteitfie meines Srubern Slöcbter gleicher geftatt unb ihre ©eben atte ihre, als ber©djwefter substituirte 9tinge, Äetten, Sletmobieit, ©efdimud: unb Was guibrem Seite gebötet, unb Wie idj bovgefetjt gu fid) gu uebmen, unb ftdj atfobierait wiHiglidj genügen (äffen, benn fie hiebor abgefonbert fetjn, unb fidjferner feines ©rttljeils anmaßen.
@o bin id; auch nichts beftoweniger in meinem Sehen bes 35orljaben8,mich nacb einer jeber ibreS ©eborfabntS gegen mir, unb ibrer üJiutter, natür=(idj unb wiflfertig gu ergeigen.
SReinen breiten ©öhnen, Bastian iföbter, M. Simon Petern, unbfRotermünben, Wo bic meinen Stobt erleben, legire idj jebem einen uergülbetenSBedjer bor 4 9)?arfe, babeb fie meiner audj gu gebenfeit haben.
3?er allen anbern bie Studiren foüen bie fbelfte ber 9bit(3ung unterPeter joggen unb Jacob SBulcforoen*) ©öbnen, ober ibreS SinbeS Sinbern,unb Michael @d;mibts fbinbent, bie gum Studio tiigtidj, als gWifd;en meinenuüdjften (Blut8--3}erWanbten geleitet Werben.
2öo aber berer, ober anbetet meiner, feiner Oorbaubeit, bie tügtid) gumStudiren probiret tuorben, fo fotlen auberer alter ehrlicher (Bürger Sinber,unb niemanb frömbbes, brennt providiret werben, bodj fotten nidjt wenigerober mehr, benn 3 (ßerfonen, babon geforbert Werben gum Studio.
Andreas Sehern meinem SSetter unb getreuen Siener oerorbite ich300 Sbaler, unb ein ©ebben ©brewÄteib, an £>ofen, SamnteS unb Diode,Wie ich fofcheS gu meinem eigenen Seite gebraucht habe.
SDa er aber meinen Stobt nicht würbe erleben, foll foldjeS DavidÄogge meiniBetter nehmen, unb foüen hingegen bebberfeits, als meine nächfteSlutS'Jeeunbe, gute Stdjt haben, baß bon biefem ober anbern mehren (Briefenunb ©iegeln nichts beruntreuet, bas meiner §auß=grauen, SEodjter ober 33rü=bern nadüljeilig fet^n mödjte, wie bann mein (Bertrauen git ihnen ftebet, unbfie mir auch gugefaget haben, auch um meiner bielfättigen Sotjltljatenfcfjulbig febn.
So aber Andreas bebm Sebeit bleibet, habe idj bemtodj, obgleich meinSetter David fogge genugfahm öerfetjen, ih'n hreniit auch feiner gebenfeuWolfen, unb legire atfo auf bem fjatt: Sann Andreas Seber, mein Setterbleibet beim Seben, baß ihm 100 ©olb=©üIben feinem Seite ober £odjtergut Setten gu meiner ©ebäditniß folte gegeben Werben.
Sungfer Ursula SeberS, bie ich als meiner SRutter ©djweflerifiinb,bon jebermann berlaßeit gu mir in ihrer 3fugenb genommen unb ergogenhabe, Wenn fie nach ben SBiüeit meiner @rben unb Testamentarien, burdj©otteS SBerfehung bereheliget Würbe, beim fo lange fotl man fie in meinemSBrobt behalten, fo ferne fie fidj reblidj, Sungferlidj, unb geborjamlich berhalt,
*) Sacob SBulcfow war mict) ber Sernciuer S.l)ronif 1562 StciMfcimmerer.