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Zur Genealogie der Grafen von Dannenberg
Entstehung
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Bei der Aufzählung derjenigen Hülfsinittel, welche nun-mehr zum Zweck einer Revision früherer Bearbeitungen zuGebote stehen, dürfen schließlich die Siegel nicht vergessenwerden; oft sind sie zur Jdentifieirimg einer Persönlichkeitunentbehrlich.

Auf Grund solcher reichen Fülle von neuen Thatsachcnist es der Zweck dieser Untersuchung, die bisherigen Auf-stellungen zu prüfen, zu ergänzen und in ein paar Fällenauch sie zu berichtigen. Wenn sie sich auf die genealogischeseite beschränken muß, so ist doch am Schluß eine Uebersichtdes Familicnbesitzes gegeben, um einen kleinen Schritt weiterauf dem von v. Hammerstein in seiner Abhandlung überdie transalbinischcn Besitzungen der Schweriner Grafen Hso glücklich, angebahnten Wege zu thun und auch von dieser«eite her eine Anschauung zu geben von der eigenthümlichenPolitik, durch welche der große Sachsenherzog seine Vasallenan sich zu fesseln wußte.

Die früheren Bearbeitungen der uns speciell intemessirenden Verhältnisse sind oben bereits namhaft gemachtworden; wir müssen noch einmal im Allgemeinen "auf siezurückkommen. Dieselben geben einige Nachrichten, welchesich nicht haben auf zuverlässige Quellen zurückführen lassen;um das Material zu erklären, müssen wir dieselben vorwegausscheiden. Zunächst die Erzählung Pfeffingers 2) von demUebergang des Herzogthums Sachsen auf "Bernhard vonAnhalt. Dieselbe schließt sich vermittelst der Worte:Nachdem Ableben dieses Henrich Grafen von Dannenberg, ginges in dein Lande wunderlich zu" w. an die Urkunde von>196 an U, worin Graf Heinrich Zeuge bei der Abtretungdes Uuoatus llraimulbiuus von Seiten der BrandenburgerMarkgrafen an den Erzbischof von Magdeburg ist. DieElemente der Zeitgeschichte sind demnach vollständig außerAcht gelassen, und dazu ist der Ausdruck im Weitern sounklar, daß man nicht mit Gewißheit sagen kann, ob über-haupt die Grafschaft Dannenberg gemeint sei. Daß Eonradwirklich ein Sohn Heinrichs sein soll, ist freilich aus demFolgenden zu entnehmen:Ein vorgegebener Bruder Comradi, Albertus" zc. Gegen die Glaubwürdigkeit der ganzenGeschichte hat bereits Lentz U den Umstand angeführt,

N Zeitschrift deS historischen Vereins siir Niedersachsen, Jahrgang I K57.2), Br, L. Hist. >1, :nw,

-^Riedel, (tmi. Lmnü. Nl, i, S. 2 und 44) Hannoversche Gel. Anzeigen 175», SP.

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