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Die Leinnngschen Angelegenheiten betreffend, so habe leider die unglück-liche Lage, in welcher selbige sich durch den Tod des Grafen befinden, ersehen.Ich werde indessen nimmermehr in eine solche Lommun willigen, als die Herrenes etwa einzurichten vermeinen. Vorerst die Frage aufzuwerfen: hat der Grafnach denen vaterlichen Erbverträgen so viele Schulden, welche den einmal festge-setzten Anschlag übersteigen, auf Leinungen machen können und ist die Familieschuldig, solche alle zu bezahlen? In diesem Fall ist kein ander Mittel, als esmuß einer aus der Familie die Verlasscnschaft des Hrn. Grafen übernehmen undvor die Bezahlung der Schulden sorgen. Und wie ich nicht vermuthe, daß sicheiner hierzu, ohne daß die Familie mit zutritt und in Ansehung der FrauWitwe und Schwester eine billige Alimentation auf lebenslang besorget, ver-stehen wird, so ist kein anderer Rath, als daß die ganze Sache durch einen Loa-enrs llnaiisiret wird; auf diesem würde ich bestehen, bis mir lavoradis (loncki-tiones vorgeschlagen würden, daß ich im stände wäre, Leinungen ohne Schadenanzunehmen. Indessen würde es sodann doch erforderlich sein, daß die Lrscki-torss ihre Anforderungen vor der Hand in Leinungen stehen ließen. Wohnetder Hr. ö. v. llokontbst in Leipzig, so suche bekannt mit ihm zu werden,eine Lopis von seiner Verschreibung von ihm zu erhalten und ihn zu oonäiren,ob er wohl sein Kapital länger darin stehen zu lassen gesonnen wäre. Bei demHüttenanteil des Grafen wäre bei dermaligen Umständen und der schlechtenVerfassung, worin sich die Hütte und das Bergwerk befindet, zu viel risguiret,wann man solches sogmriren wollte, jedoch läßt sich darüber mehr sprechen, alses zu schreiben zu weitläuftig ist. Überdenke die Sachen mit Hrn. Nsrtim wohlund wie alles am besten und vorteilhaftesten einzurichten, damit ich schon etwasvorgearbeitet finde. Es haben Se. Königl. Maj. mir den Urlaub allergnädigstssoorckiret, und ich denke mit der Hülfe Gottes Ende der künftigen Woche vonhier abzugehen, werde auch Deine Schwester-mitnehmen und wir hoffen, Dichgesund zu sehen gegen Ende llsnusrij. Ob ich über Leipzig gehen werde,weiß ich noch nicht, werde aber davon Nachricht geben :c. Ich binde Dir aberfeste ein, mit niemand alldort von meiner Herauskunft zu sprechen, weil ich zuErsparung der Kosten mich nicht ausgeben will und unterwegs von niemand ge-kannt sein will; überdem glaube über Magdeburg zugehen, nach Leinungenaber werde es mit künftiger Post melden. Ein gar regnichtes Wetter, welchesnoch oontinuiret, wird mich sehr aufhalten. Ob es wird angehen, daß Du mitHrn. Nartwi wirst nach Leinungen kommen und Deine Loitschs, so lange ver-absäumen können, wirst Du am besten wissen, und hiernach müssen die Anstaltengemacht werden. Gerne werde es sehen, wann es geschehen kann, weil Ihr beidemir nothwendig sein werdet. Deine Mutter und sämtliche Geschwister grüßenDich herzlich; der Hr. Usnsrst, dessen Fr. Gemahlin, der Hr. Major v. Apenb.,v. Stutterhcim und v. Kracht grüßen Dich ebenfalls. Einen Brief an denHrn. Lsn zu schreiben, kann bei Gelegenheit des neuen Jahres wohl geschehen.Eine nicht eben zu hoch ins Geld laufende Viotins kann Hr. Nsrtini vor Dichankaufen. Alles Übrige erspare bis auf ein persönl. Umarmung und bin bisdahin Dein treu liebender Vater Cbcrstein.
11. Juni 1773. Mein lieber Sohn! Nach langem Verlangen auf eineNachricht von Dir habe endlich Dein Schreiben vom 27. April den 2V. Maierhalten, und es freuet mich, Dich wohl zu wissen. Wir sind den 10. April(1773 von Leinungen) zwar glücklich hier angekommen; allein ich habe ein Fluß-und Brustfieber mit gebracht, zu welchem sich das üocksgrs gesellete, und obdieses gleichwohl durch einige Pulver gedämpft wurde, habe doch seither, da ichtäglich nnt dem Usgirosnt in Arbeit gewesen und dabei einen Haufen Übunggehabt, noch nicht zu Kräften kommen können, und es scheinet, daß meine Ge-sundheit vieles gelitten und ich mich nicht so balde erholen werde.