Druckschrift 
Folge 4 (1883)
Entstehung
Seite
245
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Schwester Vussem gehören, auszahlen lassen; ich will den gnäd. Hrn. Ouelsjederzeit nicht allein vertreten, sondern setze Ihnen auch von denen bei dem Hrn.Jägermeister stehenden 900 st. so viel zu Raution, als dazu von Nöthen ist;ich weiß mir sonst nicht zu helfen. Ich habe das Vertrauen, Ew. Hochgeb.werden mir nicht aontrair sein, und bitte unterthänigst um baldige beliebige Ant-wort, dann wir werden Wohl Montag längstens aufbrechen. Der ich übrigensmich nochmals zu Gnaden empfehle und nach Versicherung meines unterthänigstenkespset an die gnädige Fr. Gräfin ersterbe Ew. Hochgeb. meines gnäd. Hrn.Onele unterthäniger Knecht (l. v. kZllisistein.

Treuen-RritsiEn, 21. März 1742.

Hochgeborner Graf :c.! Ew. Hochgeb. habe nicht umhin können, mich unter-thänigst zu bedanken, daß Dieselben so gnädig gewesen und mir auf mein Er-suchen die 100 Thlr., so den 15. wohl erhalten, überschickt haben und bedankemich nochmals unterthänigst. Hiernächst habe die Ehre, Ew. Hochgeb. unterthänigstzu benachrichtigen, daß wir gestern, als den 17. mit dem Östieiollei- eineRutnille geliefert, bei dem Dorf Kottuschetz (Chotusitz bei CzaslMl) und solchegeschlagen haben, daß sie, Armes, meist den 3ten Teil verloren haben mag;sie retirireu sich noch täglich und wir haben, dem ohngeachtet wir sie i hz Meilverfolget, auf 3 Meile keinen Feind mehr zu besorgen. Die Bataille gingmorgens 6 Uhr an und dauerte bis halb 12 Uhr in einem Feuer. Nachdemehaben sie Jhro Majestät bis in die Nacht verfolget und verjaget. Von unsermRegiment ist geblieben der Reneral und 6 Oklle. Das Regiment hat der ObristRubi bekommen, IS Uanons haben wir erbeutet und es kommen noch immerwelche an, so sich verlaufen gehabt. Der Himmel hat mich noch hierbei bewahretund habe keinen Schaden gelitten, als daß mir mein Pferd tot geschossenworden, welches ich mit Sattel und Zeug eingebüßet. Auch habe die Ehre, demgnädigen Hrn. Onole zu melden, daß mein jüngster Stiefbruder (istLudwig Ernst Karl) alleweil bei dem Regiment angekommen, und ich habe denHrn. Obristen gebeten, welcher ihn morgen an Ihr Majestät prässntirsn wird,und zweifle ich nicht, er wird Okäeisr werden. Übrigens empfehle mich zuDeroselben Gnaden und habe die Ehre, mit unterthänigstem Resxeet allstets zusein Ew. Hochgeb. meines gnäd. Hrn. Onels untertänigster Diener

Im Königl. Lager bei Auslnrv, den 18. Maij 1742.

(!. v. Dberstein.

Hochgeborner Graf zc.! Ew. Hochgeb. habe die Ehre, hierdurch unterthänigstaufzuwarten und mich nach Deroselben und Dero ganzen Hause hohem Wohl-ergehen ergebenst zu erkundigen, wobei herzlich wünsche, daß Dieselben eine glück-liche Heruntersah» gehabt haben mögen und sich fernerhin bei beständiger Ge-sundheit und aller selbst wählenden Rrospsrität befinden. Hiernächst habe dieEhre, einen Brief von meinem Stiefbruder, welcher Fähnrich in unseremDienste ist, zu übersenden. Der arme Mensch klagt seine helle Noth, daß ihmdie Mutter nichts schickte, daß er leben und seine Rgmpags bezahlen könnte. Erbittet mich, daß ich doch bei seinem Hrn. Vormund, welchen er nicht wüßte,wer es wäre, sonsten er ihm selbst um Geld gebeten, vor ihn mtsreeckirsn undselben dahin zu bewegen suchen, daß ihme etwas Übermacht würde. Allein daich zweifle, daß die Stiefmutter noch etwas zu fordern hat, also wird meineInteresckation nicht viel skleetuirsn. Wäre es aber Ew. Hochgeb. möglich, ihm zuhelfen, so werden Dieselben gewiß ein Werk der Barmherzigkeit thun, und daich ohnedeme gehöret, als wollte der Hr. Jägermeister das Geld vom Lehn-stamme allezeit künftighin an den gnäd. Hrn. Onels zahlen, so käme es ja nurauf den Vorschuß an; lebe also der Hoffnung, der gnäd. Hr. 0r>ele werden Sichseiner annehmen. Dieselben können denken, daß ihm da in Gl atz kein Mensch