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Folge 3 (1880)
Entstehung
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246
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Unserm Hochsecligsten Herrn Ober-Aufseher hat der Allerhöchste währenderseiner Ehe, auch darinnen grosse Gnade erwiesen, daß Er in seinen Leben von HohenHäuptern grosse Gnade genossen, wegen seiner ausfrichtigen Oonckuite jederzeit wl'timi-rct, und Sie Ihn frcywillig in Dero Dienste genommen.

L.nno 1680. haben Ihn Sr. Churfürstl. Durchl. zu Sachsen zc. das Kricgs-Ooinmillariad gnädigst anvertrauet, und zwey Jahr daraufs ^nno 1682. haben Sr.Churfürstl. Dnrchl. Jhnie zum Obrist-Wacbtmeister von denen Ritter-Pferden gnädigsternennet.

-4nno 1699. haben die gesambtcn Hochfnrstl. Dnrchl. Häuser von Anhalt w.IHM zum Ober-Berghanptmann von Dero Bergwerckcn gemacht.

^.nno 1719. haben Sr. Hochfllrstl. Durchl. zu Anhalt Wernburg ec. Ihm dieInlpeetion über Dero ererbetcs Fnrstcnthum Hartzigcroda, und dessen Forst übergeben,und mit dem Urazckicat Ober-Anffscher, und Forstmeister begnadiget, welche DiensteEr auch biß an sein Ende treulich verrichtet.

Gehen wir nun weiter ausf unsers Hochsecligsten Herrn Obcr-Anffsehcrs Christ-lich geführten Lebcns-Wandcl, so ists jedermann bekannt, mit was Devotion Er seinemGOtt jederzeit gcdicnet, wie imbrünstig ER sein Gebeth in allen Glücks- und Un-glücks-Fällen zum Höchsten GOtt gerichtet, Massen Er denn mit seinen Willen, keinenSonn- oder andern Festtag vorbcy gehen ließ, da Er nicht den Gottesdienst bcsuchete,oder zu Hause zwei) mahl mit denen Scinigen seine Andacht verrichtete. Derer ArmenNoth hat Er sich jederzeit lassen zu Hertzen gehen, und dencnselben reichlich mitge-theilct, wie Er denn auch durch Gcschcncke und Gaben Kirchen und Schulen vielgutes gethan.

Betrachten wir unsers Hochsecligsten Herrn Obcr-Anffsehcrs Umgang mit demNcchsten, so wird Ihm von allen können mit Wahrheit nachgerühmet werden, daß Ersich gegen Höhere lübmils, gegen seines Gleichen auffrichtig und buman, aber gegendiejenigen, so Ihne anvertrauet, oder seine Bedienten, und Untcrthanen waren, Christ-lich, Gerecht, und mitlcidentlich erwiesen.

Weil wir nun von unsers Hochsecligsten Herrn Obcr-Auffsehers Leben, An-fang, und Fortgang Erwehnnng gethan; So wollen wir auch noch mit wenigen vonseinen stetigen Ende etwas gedenckcn, welches Ihm GOtt recht nach seinem Christ-lichen geführten Lebens-Wandel bcschehrct. Ob wohl selbiger von seiner zarten Kind-heit an, biß in sein Alter viele Leibes-Schmertzen, und Kranckheiten ausgestanden, sohat Er sich doch absonderlich ein paar Jahre vor seinem Tode sehr engcbrüstig be-funden, welches je mehr, und mehr zu genommen, so gar, daß Er zu letzt, wegendes kurtzen Athens sich nicht mehr mit Gehen, oder vielen Bewegen behelffcn können,Massen man zum öfftern in grossen Sorgen gewesen, daß Ihme einmahl der Athenstehen bleiben würde.

Sein Todt ist zum höchsten Lcydwescn derer Scinigen sehr plötzlich erfolget, in-dem hieran die Engbrüstigkeit, und Ovliea die Haupt-Ursache ist, jedoch hat Ihm zu-letzt ein Schlagfluß gerührct, und das Ende so knrtz gemacht, daß Er den 24. Oota-bris ^nno 1717. Abends zwischen 6. und 7. Uhr, da Er Lormittags in hiesigerKirche mit GOtt versöhnet, und das edle Kleinod, das Heilige Abendmahl, als einenZehrpfennig mit ans die Reise in das Himmlische Jerusalem genommen, bey völligenVerstände und imbrünstigen Gebet in Gcgcnwarth seines Herrn Beicht-Vaters undderer Hohen Seinigcn, auch anderer Anwesenden, sansft und scclig in seinem Erlöser

verschieden,