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tcmbris, Morgens zwischen 3. vnd 4. Vhrn. Wie sie dann auch bald darauff vonIhren Christ-Adelichcn Eltern zur H, Tauffe gefördert, ermcldeten Herm JohannWolfs S. zu Leitincritz den 16. Jnlii. Das Adelichc Töchterlcin aber allhicr zuGlessen den 29. Scptembris, allda Sic durch das Allcrhciligste Blut Christi vonSünden gewaschen, ond jhrc Nahmen in das Buch des; Lebens vnder die Außcrwehlten,vnd durch die edle Blutströpfflcin Jesu Christi, recht geadelte Kinder Gottes eingc-schricbcn worden. Weiln Gott der Allmächtige vnscrn S. Johann Wolffen mit cincnlsürnchmcn inAvnio vnd herzlichen GcmüthsGabcn gesegnet, So haben seine HoheAdelichc Eltern Ihn von Kindheit zu allen Christ-Adelichen Tugenden, sonderlich zurliiotot, Gottesfurcht vnd Gebet trcwflcissig auwchnen, vnd nach dem ?nu1inischenBefehl in der Zucht vnd Vcrmahnnng zum HErzen sorgfältig aufferziehcn lassen, daer seinen Lntselulrnnm, viel schöner Gebetlein, Psalmen vnd Biblischer Sprüche mitgrosser Begierde gelernct, vnd einen starckcn Grund in seinem Christcnthumb gelcget,hat darneben einen grossen Lüsten vnd Begierde in den l'tnckiis verspüren lassen da-her» seine Hohe Adelichc Eltern veranlasset, Ihn jederzeit mit einem ?rwcoptorsckoinccktoio zuVersehen, in welchen seinen priinorckiis lluckiornm Er sich also angelassen,daß er gute Hoffnung männiglich gegeben, er werde hierdurch seine Adcliche Tugendnicht wenig gemchrct, vnd dermahl eines in weltlicher Policey, zu gelegener Zeit,trewe vnd dapfferc Dienste geleistet haben. Gegen seine Hohe Adcliche Eltern hat ersich gehorsamb, gegen seine Geschwister friedsamb, gegen seine krwesptores willig vnddemühtig, gegen jedermann ehrerbietig vnd freundlich crwicsscn, daß männiglich, sovmb jhn gewesen, eine sonderbahre Frcwd darob empfunden. Seine Kranckhcit be-treffende, so ist er mit der jetzigen grassirendcn Blatter-Kranckheit den 12. Septcmbrisangegriffen worden, bcy welcher Kranckheit er seine grosse Schmcrtze mit Gedult er-tragen, sich zu forderst mit dem sleissigen Gebet zu Gott gewendet, darauff die ver-ordnete >lsckicnrnsnta gebraucht, welche aber keine Krafft vnd Würckung gehabt, vnddargcgen sein Sterbstündlein herzu gerücket. Da nun seine Kranckheit je länger jemehr zugenommen, hat er sich mit einem sonderlichen Eyffcr in dem Gebet, GOttseinem Schöpffcr, Erlöser vnd Heiligmachcr ergeben. Seine Gebetlein vnnd Sprüchesepud gewesen. Wann ich nur Hab dich allein, O du Hertzallerrliebstes Jesulein zc.Laß mich dein seyn vnd bleiben, O trewer Gott und HErz, zc. Item: Das ist meinhöchster Schatz vnd Trost, daß mich Jesus Christus hat crläst, cz. HERR Jesu kombehend, ?c. O Vatter durch die trewe dein zc. Item: Ach mein Hertzliebes Jesnlein zc.Christi Blut ist mein höchstes Gut zc. Von Psalmen hat er gebetet den 6.42 vnd 193.Von Sprüchen hat er nachfolgende offt widerholet: Der HErz legt vns eine Last auf zc.Item: HErz in deine Hände beseht ich dir meinen Geist zc. HERR Jesu dir leb ich zc.Ich weiß daß mein Erlöser lebet zc. Also hat Gott die Welt geliebet zc. Das BlutJesu Christi zc.
Vnder andern hat er am öfftcrsten mit Verwunderung der Anwesenden, dietröstliche Hertzenswort deß Assaphs rexstirst: HERR wenn ich nur dich Hab, so fragich nichts ach Himmel vnd Erde, wann mir gleich Leib vnd Seel verschmacht, sobistn doch meines Hertzens Trost vnd mein Theil: Mit welchem Sprüchlein er seineabgemattete Seele vnder den Schmertzen, auch an seinem End vnd Todt erquicket,vnd durch solche Hertzstärckung, alle Roth vnd Todt vbcrwunden, da er den 25. Sep-tcmbris Morgens zwischen 9. vnd 19. Vhr, in seinem Erlöser Jesu Christo vnder demGebet: HERR Jesu Christ war Mensch vnd GOtt zc. sanfft und seelig entschlossen,
vnd