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Lebens - Lauff.
Solches fürtrcfflichen HochAdclichen Herkommens mm ist der Wohlseelige HerrGcucralFeldMarschall gewesen, daß danncnhero nlsobald von seiner Gebnrt an sichgrosse Hoffnung ereignet, Er werde nicht allein wie seine Löbliche Vorfahren Seinberühmtes Geschlecht in gutem Flohr erhalten, sondern auch durch rühmliches Woll-berhaltcn und Rittermässigc Tugenden selbiges herrlicher und ansehnlichen zumacheneifcrig bemühet seyn, wie denn seine ChristAdeliche Eltern bey zuwachsenden Jahreneuscrsten Vcrmügens sicki dahin bearbeitet, daß durch gute Anffcrziehung und ange-wandten müglichcn Fleiß diese Ndcliche Sprosse wohlversehen und zu crfrcnligcnWachstuhm gelangen möchte, wie Sie Ihn denn so wohl durch gehaltene krwcsxtoresals auch selbst zu aller Gottes Furcht und Adelichen Tugenden erzogen, als Sie aberwahrgenommen, daß bey diesem Ihren lieben Kinde vielmehr eine hertzlichc inclinationund Freude zu den Waffen als Ktnckiren sich bald Anfangs blicken lassen, anch ver-sichert gewesen, daß dieses nach Meinung des ersten Römischen Käysers Last luliidwlaris, der da stets die Worte ärmst ant littsrst sich vorgestellet, eine Staffel undWeg zur Tugend und Ehre scy, und seiner Frau Mutter Herr Bruder, Herr HanßChristof von Lauterbach derer Herrn Staden domahligcr Hochbestalter Obristc lüsnte-nant und donvsrneur zu Devendcr aus dem Niederlande die lieben Seinigen zu be-suchen, eben herauskommen, haben Sic aufs dessen Gut befinden und beschchenes Gc-horsahmes Ansuchen dieses Ihres Sohns, selbst mehrbesagteu Herrn Obristcn lüeuto-nant die Aussicht dessen vertraulig aufgetragen, der Ihn den Anno 1616. im eilftenJahr seines Alters mit sich auf Cassel, Franckfurth, hernach über den Mäyn, Reihn,nach Weescl und Devender genommen, bey welchen Er denn nicht allein biß Anno1613. da der gcfehrlige Krieg angangcn, verblieben, sondern anch in wehrender Zeitalle Ocrter im Niederlande mit grossen Nutzen durchreiset und gesehen; Da aber umbselbige Zeit, der Durchlauchtigste Pfaltz-Graff Friedcrich von den Böhmen zum Königecrwehlct worden, hat Er mehrbesagtcn Herrn Obriste Insutenant von denen HerrnStaden ab, zu sich bernffen, der den nnsern nunmehro Wollseeligen Herrn General-FeldMarschallen nnt sich dahin genommen, und dem Herrn Grasten von Manßfeldfür einen ?ax;on rsooinmenäirst. als aber Sur. Königl. Mast in Böhmen die Schlachtbey Präge auf dem Wcissenberge, der Er mit bcygewohnet, verlohren, hat vielbesagtcrHerr von Lanterbach von Sur. Gräffl. Gnaden zu Mansfcld seinen anbefohlenen Vetterwieder weggenommen, und zu Ihr Hochgräffl. Gnaden Grafs Hanß Martin zu Stol-bergk, welcher damahls in wircklicher Kriegs-Bedienung gewesen, gebracht, bey welchemEr eine Zeitlang die Mtamlarcls führen müssen, bis Er Anno 1622. von mehr-bcsagter Snr. Hochgräffl. Gnaden nach Hofes Brauch wehrhafft gemacht, und Ihmebis Anno 1623. die Aussicht über dero Bediente und Stall gegeben worden, in welcherZeit dann, da Er als ?a,Ag aufgewartet, die Welt ziemlich besehen, manchen wackernoeealionen mit beygewohnet, und sich in seiner Jugend sehr sanr werden lassen.
Anno 1623. hat Er sich von dar ab unter des Herrn deneral-Feld-Marschalls
Grinse unter des Obristcn Trugses IIsKiment zu Fuß, zu seinem Vetter demObristcn Wachtmeister Dingen begeben, und sich bey dem, ob Ihme wohl viele conäi-tiones vorgeschlagen worden, eine Zeitlang aufgehalten, weilen Er aber keine sonder-liche Lust bey der Infanterie zu dienen gehabt, und den Krieg gerne aus dem ?un-ckament lernen wollen, hat Er sich unter des Herrn Obristcn Schönburgs Regiment
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