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Folge 3 (1880)
Entstehung
Seite
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Der k. sächs. Hof- und Jnstitien-Rath Wilhelm Freiherr Eberstein gen.v. Büring starb am 14. Mai 1811 hier zu Dresden in Folge einerdurch das Heransziehen eines Zahnes erhaltenen Verletzung der Kinnladeund wurde ans dem hiesigen alten Neustadter Kirchhofe beerdigt.Sein Bruder, der Kriegsrath, wohnte zu Leinungen, lebte in freund-schaftlichem Verkehr mit dem regierenden Grafen Wilhelm zu Stoi-ber g-Roszla, war Mnsikliebhaber (regelmäßige Konzerte auf dem Schlosseund in den Kirchen zu Leinnngen und Gchofen) und starb am 29. Mai1812 zu Groß-Leinnngen. Zuletzt verkündigt ja stets die Zeit den Ur-theilssprnch der Natur über den Werth aller in ihr erscheinenden Wesen,indem sie dieselben vernichtet:

Und das mit Recht: denn alles was entsteht,

Ist Werth, daß es zn Grunde geht.

Drum besser wär's, daß nichts entstünde."

Indessenimmer zirkuliert ein neues, frisches Vlnt." So erscheinennach beider Brüder Ableben als Besitzer der Ämter Lein- nnd Mornngendes Hofraths Wilhelm Frhrn. v. Eberstein Kinder:

Der k. pr. Hauptmann Wilhelm, der k. pr. Oberst Karl,die k. pr. Majore Morist und Gustav, die großbrit. HauptlcuteErnst und Franz, der k. k. Obcrlicut. George, EmilieFrciin l>. E. und Charlotte, venu, mit Rittin. v. Ehrenthal.

Nach Beendigung der Freiheitskriege nahm zunächst der älteste BruderWilhelm die Direktion der allgemeinen Familienangelegenheiten in dieHand. Derselbe starb aber schon am 28. April 1823 zu Horla, seinemWohnorte; seine Witwe Friederike geb. v. Wolffersdorff wurde Er-zieherin der Königlich Sächsischen Prinzessinnen zu Dresden.

Nach dem Tode seines Bruders Wilhelm übernahm 1823 der k.preuß. Major Gustav Adolf Freiherr v. Eberstein (mein Vater) dasSchloß zn Leinungen und Horla (welches letztere er seinem NeffenErnst in Pacht gab), sowie die General-Vollmacht von seinen Geschwisternfür die Mansfeldischen Güter und für Gehofcn bis 1834, währendwelcher Zeit er sehr verwickelte Prozesse (wegen Wiedereinlösnng der ÄmterLein- nnd Mornngen, ferner mit der Eislebcr-Mansfeldcr Bergbau-Gewerk-schaft :c., s. oben S. 64, 69 u. 165) zu führen hatte. Nachdem er dieseVollmacht auf seinen Neffen Ernst (jetzigen Besitzer des Rittergutes Buhlabei Bleicherode) übertragen, zog er sich von allen Geschäften zurück und

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