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„An die beyden Herren Grast» von Uevcntlnn bei ihrem Abzüge ans Leipzig/'Auch Ihr, von so viel guten DänenMir noch zurückgebliebnen Zween,
Auch Ihr eilt fort? Ja geht und seht der Liebe Thränen —So heißt den Freund der Freund, den Sohn der Vater gehn —In Eures Gellerts Augen stehn.
Noch oft wird er der beyden Dänen,
Der Brüder Reventlau erwähnen,
Und freudig sagen, wer Ihr wart:
Verehrer, eifrige VerehrerDes Rühmlichen in jeder Art,
Dem Freunde werth und werth dem Lehrer —
Dies werd ich sagen, daß Ihr wart.
Mein Segen folg Euch, Theure Beyde,
In iedes Land, wohin Ihr Euch begebt,
Mein Segen und der Dank für eine iede Freude,
Die ich durch Euch drey Jahr erlebt.
Geht rühmlich fort auf dem betretnen Pfade,
An Eures treusten Führers Hand;
Sucht Euer Glück in Gottes Gnade,
In Weisheit, Tugend und Verstand,
In Diensten für das Vaterland,
Und schmeckt die Ruh, die noch der beste Mensch empfand.
Lebt ewig wohl! Ich seh Euch doch nicht wieder,
Bis uns die bessre Welt vereint;
Lebt wohl; liebt mich, liebt Euch, als edle Brüder —
Und Du, o Wendt, sei glücklich, sei mein Freund!
Leipzig im Monat Märtz 1769. F, Geliert.
Die Freundschaft dieser beiden Grafen, deren einer Staats-nnnister wurde, und ihrer Familien hat sich Carl Wendt bis anein Ende zu erhalten gewußt, Sie war es auch wohl, die ihnveranlaßte den ursprünglich gewählten Beruf als Arzt aufzugebenUlld in den Dänischen Staatsdienst einzutreten, in welchen! erzu den höchsten Ehren emporstieg. Als er 1812 zum GeheimenConferenzrath ernannt war, schrieb er seiner Schwester: „IlmDeine Frage wegen meiner Adresse zu beantworten muß ich Dirsagen, daß der Titel, den ich jetzo habe, indem er mich in dieerste Classe des Ranges setzt, nur freilich das Prädicat von Ex-cellenz giebt, worauf ich aber keinen Werth setze, denn wer dieVortrefflichkeit nicht in sich hat, dem giebt sie der Titel nicht,