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da war. In der Folge ging auch so manches aus seiner Handlungsweise hervor, das mich belehrte, daß ich mich in ihm nichtgeirrt und daß seine brave Frau manches zu tragen hatte. Erging endlich wieder zurück nach Pohlen, wo er vorher gewesen war,und ich lebte dann unter diesen vier Frauenspersonen unaus-sprechlich glücklich. Meine Cousine war eine sehr würdige undfromme Frau, ihre Tochter ein lebhaftes Geschöpf voller Talente.Die le Fort hatte viel Belehrendes und war besonders in derMythologie sehr bewandert. Die Dreskh stand etwas zurück. Esfehlte ihr wohl sehr an Fähigkeit und es schien auch an Willen.Das wenige Französisch, was nur noch geblieben ist, habe ichjenem Aufenthalte zu danken so auch noch manche Rückerinnerungmythologischer Geschichte. In diesem Canitz blieb ich achtzehnWochen. Sie hatten wenig fremden Umgang, indeß waren wirunter uns vergnügt und machten täglich Spatziergänge in dasfreie Feld. Die Gegend dort ist nicht ausgesucht aber auch nichtschlecht zu nennen. Nahe an Canitz besaß sie noch zwei kleineGüter, wohin bisweilen gefahren ward ebenso nach den benach-barten Städten Oschatz und Strehla. Als ich ohngefähr vierWochen da war, bekam ich das kalte Fieber. — Dies dauertejedoch nur zwei einhalb Wochen, wo es sich verlor, und einblühenderes Ansehen bekam, als ich das ganze Jahr nicht gehabthatte. In den ersten Tagen des November ging meine Cousinemit ihrer Familie nach Dresden, wo sie ein schönes Haus miteinem Garten hatte in der Neustadt an der Elbe gelegen undivo sie immer die Wintermonate verlebte. Dresden hatte ich schongesehen, denn meine Mutter nahn: ihren Rückweg über Dresden,wohin ich sie mit der le Fort begleitete und mit letzterer nacheinigen Tagen nach Canitz wieder zurückkehrte. Wir besuchten dieFrauen- und die katholische Kirche, wo ich die kurfürstlichen Herr-schaften sah und mich über die schöne Musik entzückte. Wirgingen auch einmal in die Comödie, und ob ich gleich nichtsdavon verstand, so hatte ich doch nun einen anschaulichen Begriffdavon. So zufrieden ich mich auch in Canitz fühlte, so sehr ginggleichwohl mein Wunsch nach Dresden, und ich freute mich überdie Maßen, als es nach Dresden ging; eben so meine jungen