Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
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506
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Es ist wenig, was wir über den vierten nnd jüngsten derBrüder Georg V. mitzutheilen haben. Er starb erst als derdritte in der Reihe der Brüder, scheint sich aber mehr als sievon den politischen Dingen fern gehalten zu haben. Die ersteErwähnung ist vom Jahre 1447 >) mit seinem Bruder Johann.Auch in der Folgezeit kommt er zumeist nur mit den Brüdernvor und ist in solchen Fällen, wo es sich nicht um unbedeutendeAngelegenheiten handelt, bereits immer genannt worden. ImJahre 1472 vermählte er sich mit AgncS, Tochter Georgs vonEckartsau, nnd bedurfte dazu wegen zu naher Vcrwandschafteiner besondern Dispensation durch den päpstlichen Legaten^).Als Mitgift erhielt er tausend Pfund Pfennige oder achthun-dert ungarische Dukaten^). Des geringen Antheils, den er anden Fehden seiner Brüder, insbesondere gegen den Kaiser nahm,ist auch bereits gedacht worden. Oester findet sich sein Namebei gemeinsamen Ankäufen erwähnt, so bei dem Ankauf derHerrschaft und des Schlosses Ulrichskirchen H im Jahre 1478von Georg von Pottendorf, dem letzten seines Hauses undden liechtensteinischen Brüdern nahe verschwägert, da er Jo-hanns einzige Tochter Elisabeth geheirathet hatte. Georg starbim Jahre 1484 mit Hinterlassung zweier Söhne. Wenn erselbst persönlich vor dem Ruhm und der Thätigkeit seiner Brü-der in der Geschichte des Hauses zurücktritt, so wurde er da-durch um so bedeutungsvoller, daß in seiner Nachkommenschaftallein sich die Familie fortpflanzte und endlich die Fürstenwürdeerhielt. Es ist also vorzugsweise seine Nachkommenschaft, wel-cher die nachfolgende Geschichte angehört.

h Liecht. Archiv Dd. 34.2) Aa. 38.

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