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König Wenzel befahl seinen eigenen Großen in Mähren denFeindseligkeiten gegen Oesterreich ein Ende zn machen, nnd beideThcile kamen iibcrein Abgesandte nach Znaim zn schicken, nm zu-nächst einen Waffenstillstand zn schließen, währenddeß die Frie-densbedingnngcn geordnet werden sollten. Heinrich von Liechtensteinbefand sich dabei ans österreichischer Seite mit einigen anderenHerren, namentlich solchen, die schon mit ihm bei Herzog Leopoldgestanden waren, nnd somit König Wenzel wohl freundlich gesinntsein mußten; auch bei den Abgesandten Wenzels begegnen unsbekannte Namen ans jener Zeit, wie Laczko von Krawarn, dernoch nicht lange zuvor mit Heinrich von Liechtenstein zusammenverhandelt hatte. Es scheint daher, als habe man besonders solcheMänner ausgesucht, bei denen man gegenseitiges Wohlwollen vor-aussetzen konnte. Am 7. December 1414 wurde auch wirklich derWaffenstillstand mit Bestimmungen, die ihn schirmen sollten, abge-schlossen und am 2. Jänner 1415 von König Wenzel bestätigt').
Wie hier zwischen Mähren nnd Oesterreich, so spielte Hein-rich von Liechtenstein zwischen Oesterreich und Baiern den glück-lichen Unterhändler. Herzog Albrecht, bemüht, überall Frieden zuerhalten, suchte sich auch von dieser Seite zu sichern und errich-tete durch Heinrich von Liechtenstein, den Burggrafen Johann vonMagdeburg Grasen zu Harbeck, Otto von Meissau und andereseinerseits und den Bischof Albrecht von Negensbnrg, Graf Etzelvon Ortenburg und andere bairischcrscits mit Herzog Heinrichvon Baicrn ein Frcundschaftsbündniß, welches am i. December1415 zu Wien abgeschlossen wurdet).
Die nächsten Jahre erzählen von verschiedenen Vermehrungendes Familienbcsitzcs. Noch im Jahre 1415 kaufte Heinrich mitseinem Vetter Hartncid nnd seinen Neffen Johann nnd Ulrichvon Hans dem Schweinbeck und dessen Hausfrau Barbara eine
-) Lichnowskt, V, 149, Regg. 1496; Kurz I. 190. Notizblatt1853. 332, Nr. 19, 20.
st Lichuowsky V, 203, Regg. 1S94; vgl. Notizblatt 1853. 353,Nr. 26.