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1 (1868)
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nicht, sondern beriefen sich auf das geheime Wortzeichen desBischofs, und als dieser ihnen seinen Siegelring schickte und sieaufforderte seinen Worten nachzukommen, nahmen sie im Gcgcn-theil die Abgesandten des Herzogs gefangen. Dieses Ereignis',das Georg, da es nur zu seinem Nachthcile ausfallen konnte,schwerlich beabsichtigt hatte, erzürnte aber den Herzog so, daß erden Bischof, welcher doch nur aus Treu und Glauben einenVertrag mit ihm abgeschlossen hatte, in festen Gewahrsam bringenließ und sodann mit sich nach Bruneck nahm.

In dieser Lage blieb Georg wohl nichts anderes übrig alseinen neuen Vertrag mit Herzog Friedrich einzugehen ans dieBedingungen, die ihm derselbe vorschrieb, und diese waren dieunverzügliche Nebergabc der Feste Persen als der Herzoge vonOesterreich Eigenthum (welche aber der Bischof in Pfandschaftbesaß) und sodann die der bischöflichen Festen Riva, Ledro undTenno; bis zur Ucbcrgabe sollte Georg in Haft bleiben.

Mit Ausnahme von Perginc oder Persen, welches derbischöfliche Hauptmann zu vertheidigen und zu behaupten fortfuhr,wurden auch die übrigen Burgen den Rätheu des Herzogs,Hatzlein von Velben und Albrecht von Plochingen, übergeben.Nichtsdestoweniger, obwohl die Behauptung von Pergine sicherlichgegen den Willen des Bischofs geschah, wurde dieser seiner Haftnicht entlassen, sondern als Gefangener vom Herzog nach Wienzu seinem Bruder Leopold geschickt. Schwerlich war, wie es beiBrandis') heißt, diese Reise freiwillig und des Bischofs eigenerWunsch, denn er bewarb sich alsbald selbst um die Rückkehrin sein Bisthum, das während deß von des Herzogs Rathenzu nicht größerer Zufriedenheit der Vasallen und Unterthanenregiert wurde.

In Wien besaß Georg, wie es scheint, noch von altenZeiten der Freunde viele, und insbesondere war es die Universität,welche das Andenken ihres ehemaligen Kanzlers Werth hielt.

>) A. a. O. 44.

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