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1 (1868)
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Dem Rathe der fremden Domherren an seinem Stifte fol-gend, so warf man ihm vor, bekümmerte er sich wenig um dieGunst oder Ungunst der Tricntincr, die, wie wir schon gesehenhaben, nach größerer und völliger Unabhängigkeit trachteten.Anstatt sie aus dem Verbände zu entlassen, mißachtete der Bischofim Gegentheil ihre Ansprüche und legte ihnen sogar neue Ab-gaben auf, wozu er sich die Bewilligung von König Ruprecht beidessen Anwesenheit in Tricnt erwirkt hatte. Selbst harter, grau-samer Handlungen, von denen, ob geschehen oder nicht, selbst dasGerede das Volk erbitterte, klagte man ihn an. Am 2. Februar1407 erhoben sich die Tricntincr offen zum Aufstände gegenihren Bischof, insbesondere aber gegen seine Günstlinge und ihrHaupt, den Vicar von Trient in Civil- und Criminalsachen,Franceschin vom Nonsberge, um an ihnen Rache zu nehmen.Aber diese entzogen sich derselben rechtzeitig durch die Flucht.Als der Bischof vom Aufstände gehört, kam er selbst vomSchlosse herab und gedachte durch persönliches Zureden die Mengezu beschwichtigen, aber sie umringte ihn und zwang ihn zumVersprechen, künftighin die Rechte der Stadt nicht mehr beein-trächtigen zu wollen. Dem Versprechen folgte zwei Tage daraufein wirklicher Vergleich, worin der Bischof den Bürgern vonTrient die vier Besten Silva, Stenico, Castelmoni und dieRocca von Tenno einräumte, und die Bürger sollten die Thürmeund Thore der Stadt in ihre Obhut bekommen; überdies bestä-tigte er ihnen ihre Rechte und versprach besonders sie nicht mehrmit neuen Stenern zu belasten. Den für die Tridentiner günstigenAusgang der gewalsamen Erhebung benutzte auch das Volk aufdem Nonsberge, sich nach Zerstörung einiger Schlösser in gleicherWeise die Bestätigung und Erweiterung alter Freiheiten zu er-ringen.

Als Herzog Friedrich, der im Kriege mit Appenzell be-griffen war, von diesen Ereignissen hörte, eilte er schnell herbeiund lud Bischof Georg zu einer Zusammenkunft nach Bozenein, indem er ihn? seine Hülfe antrug. Allein Georg traute dieser