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vom Herzog in demselben Jahre am 23. Marz >). Als Landeöhanptmann ertheitte derselbe ihm, sowie den anderen herzoglichen Haupt-lentcn in Kram nnd Oesterreich, desgleichen den Burggrafen undPflegern den allgemeinen Befehl, das Hochstift Bamberg zu schir-men und alle Eingriffe auf dessen Güter und Rechte zu verhin-dern. In Folge davon wendete sich Hartneid an den Edlen vonHcbenstreit nnd lud ihn mit dem folgenden Schreiben vor dieGerichtsschranne von Gratz: „Ich Hartneid von Liechtenstein,Hauptmann in Steicr, entbeut dem Hcbenstreit meinen Dienst.Ich empfehle Dir gar ernstlich von meines Herrn nnd meinet-wegen, daß du von dem nächsten Sonntag über acht Tag Herfürmich kommst und verantwortest dich gegen Herrn Otto von Ern-fcls von der Forderung und Zuspruch wegen, so du hast gegenden von Bamberg, und bringe auch dein Brief und Urkund,oder was du darum genießen wollest. Wann mir mein Herrder Herzog gar ernstlich darum verschrieben hat" 2). Das warim Jahre 1392. Am 15. Deccmbcr desselben Jahres erhielt erzu Bruck an der Mur einen ähnlichen Befehl, das Stift Neinin seinen alten Rechten nnd Gränzcn und Gerichten in Uebelbach,den Netzthaleralpcn, Judendorf nnd Straßengcl, im Liessing- undPaltenthal wieder die Ucbergriffc des Burggrafen von Gös-ting nnd des Landgerichts Wollenstem zn schützen^). Wie langeHartncid das Ereigniß von 1395 noch überlebt hat, wissen wirnicht; wahrscheinlich starb er alsbald darauf, jedenfalls vor seinemBruder-Johann. Seine Gattin Afra von Wallsec überlebteihn aber um eine gute Zeit. Sie vermählte sich, wie schon obenmitgetheilt, im Jahre 1397 wieder mit Albcr Stuchs von Traut-mannsdorf, der bereits in erster Ehe mit Kunigunde von Liechten-stein, Wittwc Heinrichs von Hagenbcrg, vcrheirathet gewesen war.Alber Stuchs starb aber schon zwischen 1403 und 1406.
>) Muchar, VII. 39; Lichnowsky IV. Regg. 2162.
2) Machar VII. 45.
2) Mitchell, des hist. Ver. f. Steierl». V. 188; Muchar VII. 45.