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Johann I. drr Hofinristrr nrlist Georg H. und Hartneid IV.
Nach möglichster Feststellung der Genealogie verfolgen wirjetzt die geschichtlichen Nachrichten über die Söhne Hartneids II.Der Nachrichten über die beiden Heinriche III. und IV. gibt esnur wenige; sie reichen vom Jahr 1350 bis 1369 und sindbereits sammtlich im Obigen erwähnt. Der später seit 1386öfter erwähnte Heinrich ist bereits ihr Neffe, der fünfte diesesNamens in der Geschichte des Hauses. Auch über Georg I.oder den älteren, sowie über Bartholomäus haben wir nichtsweiter mitzutheilcn. Wahrscheinlich sind alle diese Brüder ziemlichfrüh gestorben, daher es auch kommt, daß alsbald Johann I.durchaus als das Haupt des Hauses erscheint. Auch der ältereHartneid (III.) läßt sich allenfalls nur bis 1377 nachweisen.
Von Bedeutung in der Geschichte zeigen sich nur die dreijüngeren Brüder Johann I. Georg II. und Hartncid IV.und unter ihnen ragt wieder Johann durch die tief eingreifendeRolle hervor, die er in der Geschichte seines Landes spielte. DieNachrichten, welche das fürstliche Archiv über ihn darbietet, sindso zahlreich, daß »vir sie nicht sammtlich mittheilen können, wasauch umsoweniger nöthig erscheint, als viele von ihnen nur unbe-deutende bürgerlich-geschäftliche Angelegenheiten betreffen.
Die erste Nachricht, welche wir von Johann haben, istdiejenige von 1358, die wir bereits erwähnt haben; sodann folgtseine Vermählung mit Agnes von Klingcnbcrg im Jahre 1359.Im Jahr 1366 erhielt er vom Markgrafen Johann von Mährendie Bestätigung des Jahrmarktes von Nikolsbnrg '). 1368 er-scheint er als Bürge für die Herzoge Albrecht und Leopold wegeneiner Schuld von 3000 Gulden an des Juden Hcnnleins Sohnvon Neuenbürgs). Es ist das erste Mal, daß wir ihn in Ver-bindung mit den Herzogen treffen, und wahrscheinlich war es in
') Liecht. Archiv Z. 14.
2) Lichnowskl) IV. Negg. 867.