Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
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328
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Es fragt sich nun, wie dieseVctterschaft" sich verhält.Zunächst geht aus dem Wortlaut hervor, daß von den genann-ten fünf, Christoph, Matthias, Georg (d. i. der spätere Bischofvon Tricnt), Hans und Heinrich keiner ein Sohn eines jenerdrei Brüder war. Waren sie etwa,Vetter" im gewöhnlichenSinne genommen, Söhne eines uns unbekannten Bruders Hart-neids II.? Das scheint bei ihrer späten Erwähnung (außer dervon Christoph) nicht wahrscheinlich, und wir müssen sie darumwohl als Söhne der älteren Brüder betrachten. Von den ge-nannten fünf waren Matthias, Hans und Heinrich untereinanderBrüder, wie sie mehrfach genannt werden, so im Vertrage von1386 H, so im Jahre 1396 gegenüber ihrem Vetter Hans demälteren 2), womit der Hofmeister gemeint ist, und desgleichen imJahre 1398. Eine Urkunde läßt uns mit Sicherheit schließen, daßsie Söhne desjenigen Hartneid waren, welchen wir in der genea-logischen Tafel als Hartncid III. aufführen werden, und derseinem jüngeren Bruder Hartneid gegenüber als der ältere be-zeichnet werden konnte. In dieser Urkunde gibt^) Herr Hansvon Liechtenstein, Herrn Hartncids des älteren Seligen Sohn,für sich und seine Gemahlin Margaretha, Herrn Eberhards vonCapellen Tochter, einen Verzicht gedachtem seinem Schwieger-vater und setzt zu Bürgen Herrn Hannsen von Liechtenstein,Hofmeister in Oesterreich, seinen Vetter (1394). Dieser ältereHartneid muß früh gestorben sein; der mit Johann und Georgzusammen viel genannte Bruder Hartncid war der jüngere. AuchGeorg, der Probst von St. Stephan und spätere Bischof vonTrient, war ein Sohn dieses Hartneids III. und also ein vierterBruder zu Matthias, Hans und Heinrich. Dies geht aus derfür ihn abgefaßten Entsagungsurkundc vom 6. Februar 1395

') Lischt. Archiv Repert. P. 2.2) O. 10.

->) M. 4.