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1 (1868)
Entstehung
Seite
295
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Die nächsten Nachrichten gibt uns iviedcr die Abtei Heili-genkrenz. Im Jahr 1258 bezeugte Heinrich mit seinem BruderAlbert van St. Petronell eine Schenkung ihrer Schwägerin Margaretha von Nora», Gemahlin des dritten Bruders Dietrich,von einem Mausen zu Kaltcngang an das Stift Hciligcnkreuz'),desgleichen eine Urkunde König Ottokars, worin er eine Schen-kung Alberos von Leiß an dasselbe Stift, bestehend in vierMausen zu Guntersdorf, bestätigt 2). Auch in der Schenkungs-urkunde AlberoS selbst, die er am 24. Februar 1259 zu Wienausstellte, dient Heinrich als Zeuges. Am 7. März desselbenJahres bezeugt er eine Erklärung Heinrichs von Knenring, desErben von Weitra, nach dein Ausspruche des Gerichts zu Mau-ten? die Burg Rapotenstcin an Frau Bertha von Egenburgzurückstellen zu müssen^); ebenso zu Wien am 19. Juli eineBestätigung Ottokars für den von den Landrichtern und Land-Herren geschöpften Spruch in Beziehung auf die von Ritter Ber-thold von Ernstbrnnn seiner Hausfrau Margaretha als Hciraths-gut zugewendeten Besitzungen^).

Es ist nicht ohne Grund, daß wir Heinrich von Liechten-stein grade in dieser Zeit mehrfach bei Ottokar treffen. Wiefrüher die Erwerbung Oesterreichs, so galt es jetzt die Erwer-bung von Steiermark, wo sich die Herrschaft der Ungarn allge-mein verhaßt gemacht hatte. Im Jahr 1259 hatte Ottokar dieVerbindungen mit den stcirischcn Landhcrrcn angeknüpft und nochim Deccmbcr brach in Folge dessen eine Erhebung ans, durchwelche die Ungarn binnen kurzer Zeit vom steirischen Bodenvertrieben wurden. Daß Heinrich diesen Ereignissen nicht fernstand, daß er sofort nach diesem Erfolge zu Ottokars erstem Lawdcshauptmann und obersten? Landesrichtcr, d. h. zu des Herzogs

1) Urk. von Hciligenkrenz, a. a. O. I. 141.

2) A. a. O. I. 142.

°) A. a. O.

4) Pontes 2. Abth. 1. Bd., Urk. XUIV. der ersten Abth.

5) Urk. von Heiligenkrcuz, a. a. O. I. 133.