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1 (1868)
Entstehung
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die Landherrcn und die Angesehenste» der Städte zusammen-kamen, um womöglich der herrenlosen und an Landcsunglückreichen Zeit ein Ende zu machen. Man kam cinmüthig zu demResultat, mit Abweisung der übrigen aufgestellten Bewerber sichvon dem Markgrafen Heinrich von Meißen einen seiner Söhnezum Herzog zu erbitten und zu diesem Zweck eine Gesandtschaftzu schicken, gebildet ans Heinrich von Liechtenstein, dem Schenkvon Habsbach, dem Abt der Schotten Philibcrt und den? Propsten Dietmar von Klostcrnenbnrg; beide letzteren vertraten dieStädte.

Diese Gesandtschaft begab sich auch, wie der ReimchronistOttokar in aller Ausführlichkeit erzählt, auf den Weg und ge-langte nach Prag, von wo sie sich einen Geleitsbrief des böh-mischen Königs geben lassen wollte. König Wenzel hatte nichtsobald von ihrer Ankunft gehört, als er sie ans das Schloß zumGastmahl einladen ließ. Darnach^nahm er sie bei Seite undstellte ihnen vor, wie ganz anders die Oesterrcichcr für ihr Landsorgen würden, wenn sie statt des jungen, erst elf Jahre altenMeißner Fürsten seinen, König Wenzels Sohn, den MarkgrafenOttokar, der, damals zweiundzwanzigjährig, sich bereits durchTapferkeit und Klugheit bewährt hatte, zum Herzog erwählenwürden. Me Gesandten erbaten sich eine Weile Zeit zur Bespre-chung und sandten dann zum König zurück, ihn um sicheresGeleit bittend, da sie ihren ersten Auftrag vollführen wollten.Indessen der König ließ nicht ab, und setzte ihnen theils mitDrohungen, da er sie nicht ziehen lassen wollte, theils mit Ikeber-redung, auch wohl mit guten Versprechungen so zu, daß sie sichendlich seinem Willen bequemten. Anstatt nach Meißen zu gehen,kehrten sie wieder nach Oesterreich zurück und suchten dort ihreStandcsgenossen und Landslentc für den jungen Markgrafenvon Mahren zu gewinnen. Insbesondere waren es Heinrich vonLiechtenstein und der Schenk von Habsbach, welche zu diesemZwecke im Lande hin und herreiseten. Ihr Vorhaben muß ihnenauch in ausgiebigem Maße gelungen sein, denn, als nicht lange