mit Wolfgang Leonhard von Kentschach vermählt sein und zwar alsdessen erste Gemahlin. Diese Angabe stellt Bergmann >) in Zweifel,weil des letzten Otto Großtante, also eine der beiden SchwesternOttos Vl. Anna oder Agnes, mit einem Herrn Sebastian vonKentschach verehelicht war 2). Da unsere Quellen uns andereNamen für beider Gatten angegeben haben, so müssen wir dieseBehauptung dahin gestellt sein lassen. Eine Schwester des letztenOtto war aber, wie aus der folgenden Mittheilung Bergmanns 2)sicherlich hervorgeht, an einen Freiherrn von Spangstein verhei-rathet. Die Stelle lautet: „Als die Gebrüder Georg Sigmundvon und zu Spangstein (der nach Wisgrill V., 382 mitMaria Polyxena Freiin von Lamberg vermählt war) und Chri-stoph Friedrich von Kaiser Ferdinand II. ddo. Luxemburg 4. Mai1636 in den Freiherrenstand mit den Prädicaten auf Waisenbergund Mittertrixen erhoben wurden, erhielten sie auch die Genehmi-gung, mit ihrem Wappen das des ausgestorbenen Geschlechts derHerren von Liechtenstein zu Murau zu vereinigen. Wir finden inder hierauf bezüglichen Bitte der genannten Gebrüder an den Kaiserdie ganz klaren Worte: „„Christoph Friedrich hat eine vonLiechtenstein zu Muraw, Otten Herrn von Liechtenstein vnd Herrnzu Muraw, Erblandt Marschalkhen in Kärnthen und Erbkammerernin Steher, des letzten des uralten Geschlechts eheleibliche SchwesterSydonia von Spangstein zu der Ehe auch gehabt."" DieseWappenvereinignng wird von Sr. kaiserlichen Majestät bewilligt„„in Ansehung, daß unter ihnen Christoph Friedrich mit desletzten des Namens und Stammcns derer von Liechtenstein ehc-leiblichen Schwester Regina ehelichen verheirathet ist.""
So ganz klar, wie Bergmann meint, sind nun freilich dieWorte nicht, wenn man die kaiserliche Antwort damit vergleicht.Allerdings geht daraus hervor, daß der letzte des steirischen Hauses
tz Mitchell. 1862. 158.
Auch dies dürfte ein Jrrthnni sein und auf eine Verwechslungmit Helena und ihrem Gemahl Blasius von Kentschach beruhen.
-) A. a. O.