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1 (1868)
Entstehung
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Landesfürst und Vormund, dcö Niclas von Liechtenstein mitGewalt davon abhalten und in das Gefängniß legen mußte.Bei seiner Befreiung mußte er am 1. Mai zu Neustadt schwören,für immer Frieden zu halten und an den Bürgern von Muraukeine Rache zu nehmen >).

Im Jahre 1443 scheint Nicolaus mündig geworden zu sein.Am 13. December erhielt er zu Graz von König Friedrich dieBclehnung mit seinen steirischcn Lehen und mit dem oberstenKämmercramte in Stcier,das sein väterliches Erbe und vomFürstenthum Steier zu Lehen gehe" ^). Bald darauf am 15. Januar1444 erhielt er die Belehnung mit dem Marschallamte des LandesKärnthcn«). In diesem Jahre hcirathctc Nicolaus Anna vonStubenberg, Hansens Schwester, Jacobs Tochter, und erhielt alsHeirathsgut 1000 Pfund Wiener Pfennige und als ihr mütter-liches Erbe 2000 Pfund H. Seine Schwester Helena hatte sichschon zwei Jahre vor ihm mit Albrecht von Pottendorf vermählt(1442) 5).

Mindestens theilwcise scheint Nicolaus die Allode in derLinie Rudolfs aufgccrbt zu haben, denn in eben diesem Jahrfinden wir ihn im Besitz eines Hauses in Wien,das vorhinRudolf von Liechtenstein gehörte". Das Haus ist nur gelegentlicherwähnt, weil es an ein anderes stieß, welches Konrad von Kreigund seine Hausfrau Crescentia, Tochter Jacobs von Stubenberg,die uns bereits bekannte Schwägerin von Nicolaus und Miterbinvon Liechtenstein und Frauenburg«), der Kirche und dein StifteSt. Dorothcen schenkten. Das liechtensteinische Haus stieß ebenfallswie das kreigischc an das Kloster, daher denn auch Nicolausselbst einen Theil dieses Hauses, der in der Färbergasse lag, für

st Muchar VII. 205; Lichnowsky V. Regg. 3717.

2) Lichnowsky VI. Rcgg. 697.

2) Muchav VII. 31S; Lichnowsky VI. Regg. 721.

st Notizblatt 18S9. 359 Nr. 480482.

st Urk. in Murau.

st Denkschr. der k. Akad. II. 366.