am 16. September 1337 mit seinem Bruder (oder Vater?)Rudolf Schiedsrichter in dem Streit zweier pettauischen Brüderüber salzburgische Lehen'). Im Jahr 1346 steht sein Name beidem Theilungsvertrag der Söhne Rudolfs mit ihrem VetterRudolf Otto an der Spitze.
In demselben Vertrage finden wir auch die erste Erwäh-nung Ottos IV., über den uns ebenfalls nur vereinzelte Nach-richten zu Gebote stehen. Am 24. Juni 1350 bezeugt er fürAndre den Tuchel den Verkauf verschiedener Einkünfte an dasNonnenstift St. Bernhard, eine Filiale von Zwettl^). Diesernennt ihn darin seinen Herrn. In demselben Jahre haben wirihn bereits mit seinem Bruder Rudolf als den Zeugen einerzwettler Urkunde gefunden, zugleich mit dein Beisätze, daß er inRosenau wohne. Ein Jahr später fand der Streit zwischen ihmund seinem Bruder Rudolf einerseits und der Stadt Jndenburg an-drerseits über die Kränzen des Land- und Stadtgerichts statt. 1355machte er den Schiedsrichter in einer Sache, die unsere Quellenicht näher angiebt^). In demselben Jahre war er mit seinenBrüdern auf der großen Versammlung der Landherren zu Wien.1357 beschenkte er, wie ebenfalls schon mitgetheilt, das StiftSeckau zum Andenken an seine verstorbene Gemahlin Anna, TochterWeikards von Winkel. Im Jänner 1360 war er in Graz beider Huldigung der Stände für Herzog Rudolf IV. H. Im März1362 begleitete er denselben Herzog nach Ofen, wo verschiedeneGränzstreitigkeiten mit König Ludwig von Ungarn ausgeglichenwurden °). Die nächste Nachricht, welche eines Otto von Liechten-stein gedenkt, ist vom Jahr 1379; da sie aber zugleich alsOttos Brüder Ulrich und Friedrich angiebt, so kann sie denhier in Rede stehenden Otto IV. nicht mehr betreffen, da
') Notizblatt 18S1. 33S Nr. 86.2) Kontos, 2. Abth. 6. Bd. 30t.2) Wurmbrand, 6.0 Muchar, VI. 347.0 Muchar, VI. 360.