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1 (1868)
Entstehung
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tochtcr Anna, Ulrichs des Freien von Suneck Tochter, binnenJahresfrist zu Stande käme'). Daß hier Ottos III. Sohn,der fort und fort Rudolf Otto genannt wird, und nicht Ru-dolf, Ottos II. Sohn, gemeint ist, kann keinem Zweifel unter-liegen, nmsomehr als die Frist, welche der Vermählung gesetztworden, zu beweisen scheint, daß der Bräutigam damals nochsehr jung war, was vollkommen mit allen übrigen Umständenstimmen würde. Ob die Hcirath vollzogen worden, können wirnicht sagen; es liegt nichts weiter vor, was sie bestätigte, aberauch nichts, was dagegen spräche. Wahrscheinlich macht sie derUmstand, daß Rudolf Otto bereits 1352 eine Tochtcr desselbenNamens Anna mit Leopold von Stadeck vermählte 2). Hand-schriftliche Notizen freilich in der Liechtensteinischen Bibliothek,die auf hormayrischen Studien zu beruhen scheinen, gebenRudolf Otto eine Gräfin Agnes von Thierstcin zur Gemahlin,welche möglicherweise die zweite gewesen sein dürfte. Hormayrselbst macht im Taschenbuch keine Angabc darüber. Wir müssenalso jenen Namen fraglich lassen.

Äußer dem einzigen SohneRudolf Otto hinterließ Otto III.noch eine Tochtcr Diemut, welche er bereits am 17. Juli 1321mit Einwilligung seines Bruders Rudolf an Ulrich von Stnben-bcrg, Wülfings Sohn, innerhalb zehn Jahren zu vcrheirathcnverspracht). Sie war also damals wohl noch sehr jung. Diedarüber ausgestellte Urkunde enthält zugleich die Bestimmun-gen über das Hcirathsgut, welches aber später, wahrscheinlichlange nachdem die Vermählung stattgefunden hatte, einen Streitzwischen Dicmuts Bruder und Rudolf Ottw und den Stuben-bergern hervorrief. Am 11. November 1345 überließ der erstcredie Entscheidung dieses Streits an den Herzog Albrecht, den

>) Taugl im Archiv für Kunde österr. Geschichtsquellen XXV. 28t;vgl. Mittheilungen des hist. Vereins für Steierm. Heft XII. 79; Notizbl.1856, 438 Nr. 78.

2) Urkunde in Murau.

-) Notizblatt 1856. 441 Nr. 85.