Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
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von neunzehn Rittern, über die Gränze in das wcrthc Steier-land nach Scheuflich, wo sich nicht viele der lieben Landslentceingefunden hatten. Aber am nächsten Morgen erschien ein wun-derlichcr Held, doch höchst mannhafter Ritter, Herr Jlsnng vonScheuflich, dessen Rüstung über und über mit mehr denn fünf-hundert Schellen bedeckt war; laut erklang ihr Geläute, wie ermit kleinen Sprüngen seines Rosses hcranritt. Auch der Speerwar mit Schellen behängt, und seine Kleidung war wunderlichgeschnitten von rothem und grünem Seidcnzendel mit Goldund Silber. So leichtfertig und stutzerhaft er gekleidet war,so kräftig war sein Stoß im Tjost; er traf Ulrich ans denSchild, daß die Riemen alle zerrissen und der Schild auf denBoden fiel und der Anprall wie ein Donnerschlag erklang; mitgleichem Gckrach zersprang Ulrich's Lanze au des GegnersSchulter und weit umher zerstoben die Schellen.

Von Scheuflich ging es weiter nach Judcnburg an dieMur, wo er übernachtete, ohne hier, gerade unterhalb seinesStammschlosses, erkannt zu werden, dann hinab die Mur nachKnüttclfeld und von da nach Leoben. Ucbcrall fand er ritter-liche Arbeit. In Lcoben fand er zwanzig Ritter, die ihn amMorgen mit Flötcngetön erweckten und zum Stechen auf dasFeld hinausführten. In Kapfcnberg, wo der edle Wülfing vonStubcuberg saß, hatten Ulrich's Leute einen kleinen Ehrenstrcitmit dem Burgherrn. Jene waren vorausgeschickt um einzu-kaufen, und Wülfing hatte angeordnet, daß für die KöniginVenns alles umsonst hergegeben werden solle. Das war aberwider Ulrichs Befehl, die Leute durften selbst nicht daraufeingehen, als Wülfing befahl für drei Mark Wertstes nur einenPfennig zu nehmen; so mußte dieser sich dem Willen derKönigin fügen. Dann ritt er ihr mit dreißig Rittern zun?Willkommen entgegen, und am nächsten Morgen wurden eineAnzahl Speere verflachen.

Wie Ulrich gegen Kinncnbcrg kam, sandte ihm Otto vonBuchenau einen Boten entgegen und ließ der Königin sagen,