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1 (1868)
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im genannten Ort geworden. Als er diese Pfarre über-nommen, waren die Brüder von Hciligcnkreuz zu ihm ge-kommen, um ihnen einen Raum auf dem Kirchhof seinerPfarre, welchen ihnen Hartncid von Liechtenstein zur Er-richtung eines kricgssichcrcn Vorrathshanscs geschenkt hatte,nun auch seinerseits zu schenken und auf ewige Zeiten zu be-stätigen. Das geschieht in der genannten Urkunde mit Zu-stimmung seines Vaters und seiner Brüder Hugo und Peter(asssusu p>ii patris mai cioiuiui ^Illerti ssuioris 6«z sauotaUotrouölla ot lratrum Aarruuuorum lusorum Uatri at Hu-g-ouis). Dieser Schenkung mußte die Zustimmung des Diö-zcsanbischofs Wcrnhard von Passau crthcilt werden. Dasgeschah drei Jahre später am 3. Dezember 1285 zu Wien.Auch in dieser Urkunde ist der Zustimmung des Vaters undder beiden Brüder gedacht, die als Patrone dieser Kirche ge-nannt werden. Es darf wohl aus allem geschlossen werden,daß Gundramsdorf Liechtensteinische Besitzung und Pfarrei war.

Merkwürdig ist, daß Albrecht, obwohl er Geistlicher undPfarrer war, 1291 im Besitz jener dem Burggrafen Friedrichvon Nürnberg gehörigen Lehen zu Stäteldorf erscheint, welcheeinst Dietrich der jüngere von Rorau besessen hatte und welchevon ihm an seine Wittwe und Tochter Diemud gekommenwaren 2). Wann diese Uebertragung geschehen ist, wissen wirnicht; jedoch erhielt diese Güter, wie sich aus dem Folgendenergiebt, nicht der Gemahl der jüngeren Diemud, Leutold vonStadeck, welcher zwischen den Jahren 1292 und 1295 starb.

Im Jahre 1821 am 2. Oktober zu Wien erklärt Albrechtvon S. Petronell (er wird übrigens in diesen und den fol-genden Urkunden nicht als Pfarrer bezeichnet), daß ihm HerrUlrich von Capellen 96 Mark alter Pfennige geliehen habe,auf alles das, das er zu Stetelndorf an Lehen, au belehnten

>) XI. Bd. I. Th. Weis, Urkunden I. 228. 229.

2) S. oben S. 32.