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3 (1882)
Entstehung
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sammlung, welche überhaupt nur siebzehn Stimmen zählte; inder erweiterten Versammlung, im Plenum rem ncunundscchzigStimmen, hatte es eine Stimme für sich. Der Artikel 13 derdeutschen Bundesacte setzte fest, daß in jedem Bundesstaat einelandständischc Verfassung bestehen solle. Diese Bestimmung er-füllte der Fürst Johann durch die Verfassung vom 9. No-vember 1818, welche eine Vertretung des Landes aus der Geistlichtest und der Landmannschaft (da es Adel und Städte nichtgab) hervorgehen ließ. Am 12. October 1817 war auch derFürst Johann durch ausdrückliche Erklärung der am 26. Sep-tember zu Paris geschlossenenheiligen Alliance" beigetreten').

Diese politischen Angelegenheiten, in welchen es selbstver-ständlich dem Fürsten Johann nach der Beschaffenheit seinesFürstcnthums nicht gegeben war, bedeutsam einzugreifen, warenes auch nicht, welche die zweite Hälfte seines Lebens, die Friedcns-zeit, vorwiegend und mit Vorliebe beschäftigten. Er war einer-seits Landwirth und Verwalter im großen Stil geworden, anderer-seits liebte und förderte er Kunst und Wissenschaften.

Schon zu jener Zeit, da sein Leben sich fast in den un-aufhörlichen Feldzügen erschöpfte und er nur noch die HerrschaftLoosdorf (nebst Laa), welche ihm, als dem zweiten Sohne, durchVerfügung des Fürsten Franz zugefallen war ^), schon zu dieserZeit widmete er der Landwirthschaft und insbesondere der Hebungdieser seiner in Nicderösterreich gelegenen Herrschaft die größtePflege und Aufmerksamkeit. Er war nicht nur bestrebt, sie zueinem schönen und angenehmen Aufenthalte zu machen, sondernauch zu einer einträglichen Musterwirthschaft. Er veränderte denGarten nach dem Stile und Geschmack der Zeit, legte Teichean, baute Tempel und Einsiedeleien und machte große Anpflan-zungen, die aber zugleich Nutzen tragen sollten und auch Nutzenbrachten. Es wurde z. B. zur Bnumzucht eine Million junger

') Liechtenst. Archiv a. a. O.2) Siehe oben 280.