Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
280
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war dic Tochter des Grafen Wilhelm zu Manderscheid Blanken-heim. Sic war gebaren am 3. November 1768 und starb am1. März 1831. Sic überlebte demnach ihren Gemahl langeJahre. Dem Fürsten Aloys brachte die immer wiederkehrendeKrankheit einen vorzeitigen Tod. Er starb allgemein betrauertam 24. März 1805, erst 45 Jahre alt. Dic Ehe war kinder-los geblieben. Den Winter vor seinem Tode (18041805)hatte er noch mit seiner Gemahlin im südlichen Italien zugebracht,wo damals auch die Brüder Moriz und Aloys Erholung vonWunden und KricgSmühcn gesucht hatten. Auch Fürst Wenzelhatte sich zu ihnen eingefunden.

Früher noch als Fürst Aloys hatte der jüngste der Brüder,Philipp, geendet; nur dein mittleren der Brüder, dem FürstenJohann, war ein langes und ruhmvolles Leben vorbehalten, daherauch ausführlicher von ihm zn erzählen sein wird. Fürst Philipp,geboren am 2. Juli 1762, erfreute sich, wie er selbst in kurzenbiographischen Notizen >) von sich aussagt, keiner festen Gesundheit.Er hatte eine gute Erziehung genossen, seinen Geist aber vor-zugsweise nachträglich im Umgange mit den ausgezeichnetstenMännern und ersten Geistern des damaligen Wien, die in einemCirkcl häufig zusammenkamen, gebildet. So finden sich in seinemNachlaß Aufzeichnungen und Betrachtungen von ihm gar ver-schiedener Art, insbesondere auch Politischen Inhalts, lieber alleseine Reisen führte er genaue Tagebücher, die ebenfalls noch er-halten sind. Sic zeigen das vielseitige Interesse, das ihn belebte.

Auch er war dem militärischen Dienste bestimmt. ImJahre 1788 war er Flügcladjutant bei Kaiser Joseph undmachte in dieser Stellung den Türkcnkricg mit. Dann kam er1789 als Major zum Regiment Wnldcck-Dragoncr ^). Als nunmit der französischen Revolution dic Reihe der großen Kriege

y Liechtcnst. Archiv.

y Geschichte der k. k. Kricgsvölker II. 338; Geschichte des Kriegszwischen Rußland, Oesterreich und der Türkei I. 87.