Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
177
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Armee haben kann. Man bedarf einer transportablen Schiff-brücke zu Mnntua, einer Artillerie, entsprechend einer so großenArmee, und vieler leichter Kanonen. Wir wissen aus Erfahrung,wie das zum Gewinne der Schlachten beiträgt, und in Italienist die leichte Art von großer Nothwendigkcit und Nutzen. Ichschreibe zu diesem Zwecke um zwölf leichte Drcipfüudct, im Falldie Regimenter keine mit sich führen, um sechs Scchspfündcrund vier Zwölfpfünder, welche auf Frachtwagcn kommen können.Das Beste wäre, wenn ich auf vierzehn Tage nach Wien kommenkönnte und meinen schwachen Rath über die Operationen desFeldzugs geben könnte und alles das regeln, was herbeizuschaffennothwcndig ist, um guten Erfolg hoffen zu können. Meine Ge-sundheit ist sehr verfallen, und der Acrgcr, mich von allem ent-blößt zu sehen und in diesem prekären Zustand leben zu müssen,trügt nicht wenig dazn bei. Die Feinde machen so viel Märscheund Gegenmärsche, daß man sich ein festes Urtheil nicht bildenkann. Aber am Ende werden sie gezwungen sein, irgend eineRichtung einzuschlagen. Sie begnügen sich, ein beträchtlichesCorps in Vigevano zu halten und längs des Tessins den Restihrer Truppen, zu Mailand nur wenig Leute haltend. Die De-sertion ist bei ihnen ziemlich stark und Dank Gott sehr mäßigoder gar nicht bei uns. Aber wenn man kein Geld schickt, sofürchte ich, daß unsere Leute demselben Beispiel folgen könnten.Bis zu dieser Stunde halte ich sie mit Versprechungen undguter Miene hin, aber auf die Länge wird das nicht dauern.Ich bitte Eure Excellenz, sich dafür interessiren zu wollen, daßman Geld hierher schicke. Der König von Sardinien wird unsnichts geben, und eine große Ursache davon ist, daß er selbernichts hat.. . ."

Was diesen letzten Punkt betrifft, so lautete die Antwort:Immer noch eher Truppen als Geld. Truppen wurden geschickt;Artillerie sollte Fcldzcugmcistcr Browne vom Corps des GeneralsPickel mitnehmen. Was aber zudem als bedenklicher Umstanderschien, das war die Kränklichkeit des Fürsten, der in der Thnt

Falke, Liechtenstein. III. Band. 12