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Noch in demselben Jahre (1746) sollte der Fürst eine andereBcstimmnng erhalten. Kaiser Karl VI. hatte ihm den Posteneines Gcneralgouvcrncurs der Lombardei angeboten, und derFürst war mit dieser neuen Stellung einverstanden, aber dieSache verzögerte sich in außerordentlicher Weise, zunächst wohldurch den Tod des Kaisers, der am 26. Octobcr 1746 starb.Zu dieser Zeit war der Fürst noch in Paris, und er hatte so-mit den Tod seines Herrn dem französischen Hofe anzuzeigen.Von Amelot erhielt er dafür die schriftliche Versicherung, daßSeine altcrchristlichstc Majestät, der König von Frankreich, denin der Erbfolgcsachc vormals mit dem Erzhausc eingegangenenBertrag heilig halten wolle und bereit sei, der neuen Regierunghiervon überzeugende Proben bei aller Gelegenheit zu geben ICardinal Fleury hatte ebenfalls ihm schriftlich und mündlichdieselben Versicherungen gegeben, er selber, Fleury, bewahre dasAndenken für alle die Güte, womit der Kaiser ihn geehrt habe,und der König werde alle Verpflichtungen treu beobachten, welcheer mit dem kaiserlichen Hofe eingegangen.
Der Fürst hatte vorher schon sein Abberufungsschrcibenin einer Abschiedsaudienz überreicht gehabt, auf welches der Königam 2. Octobcr 1746 an den Kaiser geantwortet hatte. Indiesem Schreiben heißt es vom Fürsten, daß er sich währendseines Aufenthaltes am französischen Hofe die größte Hochachtungerworben habe; sein Streben sei immer dahin gegangen, ihreEinigkeit zu unterhalten und zu befestigen. Cardinal Fleuryschrieb ihm (am 1. Octobcr), daß die Souveräne sich glücklichschätzen müßten, Diener wie er zu haben. Im Dccembcr trafdes Fürsten Nachfolger, ein Herr von Wasner, in Paris ein.Der Fürst blieb aber dennoch länger als ein Jahr, wohl weilunter der neuen Regierung und den drohenden Gefahren desVaterlandes seine Bestimmung wieder unsicher geworden war.Pferde, Wagen und vieles Gepäck waren nach Mailand voraus-
y Denkschriften der kais. Akademie k. 163.