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3 (1882)
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k. Berliner Gesandtschaft; Freundschaft und Briefwechsel mitFriedrich dem Großen-

Bis zu dieser Zeit hatte der Graf von Seckendorf denösterreichischen Hof zu Berlin oertreten. Im engsten Bunde mitdem General Grumbkow, dem größten und einflußreichsten Günst-ling des Königs Friedrich Wilhelm I., war es ihm lange Zeitgelungen, diesen in gntcr Gesinnung für Oesterreich zu erhalten.Seckendorf hatte sich geschickt in die sonderbare Weise desselben ge-funden und war ein ständiges Mitglied des berühmten Tabaks-collegiums geworden. Nunmehr aber sing er an, Gunst undVertrauen zu verlieren und den Einfluß bei dem kränkelndenKönig einzubüßen. In Berlin aber hatte er sich allgemein höchstunbeliebt gemacht, und ganz insbesondere hatte er sich den Haßdes Kronprinzen zugezogen, der ihm vor allen dasjenige zu-schrieb, was er selbst von seinem Vater Hartes zu erleiden ge-habt hatte. Der Kronprinz Friedrich, wenn er damals auchohne allen Einfluß, ja ohne alle Theilnahmc an der preußischenPolitik war, hatte doch bereits die Aufmerksamkeit auf sichgelenkt, nicht bloß durch seine Schicksale, nicht bloß dadurch, daßman bei der Kränklichkeit des Königs jeden Moment seine Thron-besteigung erwarten durfte, sondern bereits auch durch seinegeistigen Anlagen und die etwaigen Dinge, die man von ihmerwartete. Im Sommer des Jahres 1734 hatte er einige Zeitim Lager des Prinzen Eugen vor Philippsburg zugebracht, unddieser hatte ihn näher kennen gelernt, wie er denn auch bemühtgewesen war, ihn dem wohlbekannten französischen Einflüsse zuentziehen und für das kaiserliche Interesse zu gewinnen. Umseinetwegen insbesondere konnte man den Grafen Seckendorfnicht länger in Berlin lassen, noch nach Beurlaubung wieder dahinzurücksenden. Man rief ihn, da er für einen tüchtigen Generalgalt, zur Armee an den Rhein. Bei der Wahl seines Nach-folgers handelte es sich um einen Mann, der, wie Eugen dem

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