Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
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Beide Heere mochten so ziemlich die gleiche Stärke haben.Der spanische Befehlshaber lehnte seinen linken Flügel an denEbro, der rechte zog sich an der Höhe hinauf, vor dem Ecntrumhatte er einen Hohlweg. Hier stand der Margnis de Bay undihm gegenüber Starhemberg, während Stanhopc den linken,Atalaya den rechten Flügel befehligte; Karl blieb inmitten seinerInfanterie, Eine lang dauernde Kanonade eröffnete die Schlacht.Dann begann der rechte Flügel der Spanier den Angriff unddrängte Stanhopc zurück. Kaiserliche Reiterei stellte aber dasGleichgewicht wieder her, und bald konnte Stanhopc zum Siegevorgehen. Schneller noch hatte Graf Atalaya auf der anderenSeite die feindliche Reiterei geworfen und das Fußvolk zumWeichen gebracht. Das Ecntrum stürmte mit dem Bajonnctdurch den Hohlweg und schoß die Gewehre erst ab, als manwenige Schritte vom Feinde entfernt war. Dieser widerstanddein Angriffe nicht. Auf allen Punkten geschlagen, begab er sichauf die Flucht. Die Niederlage der Spanier war vollständig.Sic verloren 57 Fahnen und 14 Standarten, alle Artillerieund gegen 6999 Gefangene, darunter etwa 799 Officicre,5335 Todtc ließen sie auf der Wnhlstatt und auf dem Wegeder Flucht. Diese ging ohne Rast sechs Meilen weit nach Tadeln,wo sich kaum 6999 Mann zusammenfanden. Ein großer Vor-rnth an Munition und Lebensmitteln fiel mit Saragossa in dieHände der Sieger.

Die Ermüdung von den Eilmärschen und der Schlachtzwangen diese zn einer fünftägigen Rast in Saragossa, lieberdas, was weiter geschehen sollte, waren im Kriegsrath, an welchen:unter Vorsitz des Königs Starhcmbcrg, der Fürst Anton Florinn,Stanhopc, der Graf Atalaya und einige andere Generale thcil-nahmen, die Meinungen gespalten. Starhcmbcrg war nicht fürden Zug gegen Madrid, der schon einmal große Hoffnungen ver-nichtet hatte. Er wollte mit seinem kleinen Heere sicher gehen,die letzten Trümmer der feindlichen Armee vernichten, Navarrabesetzen, dadurch jede Verbindung zwischen Frankreich und Spanien