Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
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Erzhauscs incinc Jahre und incinc Gesundheit in höchster Mich-snmkcit und Miscrie, jedoch mit Freuden cmployirt, und meineGüter und meine Familie dabei sacrificirt zn haben."

Auch diesmal wurde der Wunsch des Fürsten nicht erfüllt;er mußte ausharren bis zum Ende. Alle Freunde in Wien,eingehend auf den Wunsch des kaiserlichen Hauses, baten ihn umZurücknahme seines Gesuches. Die Kaiserin Elconora schrieb anden Beichtvater des Königs, Pater Tönncmann, er möge in allerWeise den Fürsten zum Bleiben überreden: „mein Sohn hatja gar keinen Menschen, der dem Hof vorstehen könnte, auchvon hier alle Confidcnz in ihn haben . . . Ich habe meinemSohn auch geschrieben und ihn recommandirt. Er kann undwird ihn nicht weglassen, bis er im Stand, ihn zu rcmuncrircn,für seine treuen Dienste vor der Welt auch diese Dankbarkeitgegen einen so alten Minister zu zeigen')." In gleicher Ge-sinnung schrieb der Kaiser dem Fürsten selbst: „Wie mir nurlieb wäre, den Fürsten hier zu sehen und ihm wahre Kennzeichenmeiner Gnad und Erkenntlichkeit vor die meinem Herrn Brüdernund ganzem Haus prästirten Dienste zu geben, so finde ich dochxro nunc gar nit weder vor meines Herrn Bruders noch desHauses Dienst, daß sich der Fürst von ihm wegbegeben, indemder König ohnedem mit wenig alten und guten Ministris ver-sehen ist. Und wenn der Fürst wegginge, gar niemand als derMoles übrig bliebe, zu dem doch scheint, daß der König diealte Confidcnz nicht mehr habe, wovon ich doch unmöglich dieUrsache einbilden kann. Hoffe also, der Fürst wird noch langebei dem König bleiben lind ihn absonderlich in diesen verwirrtenConjuncturcn nit abandonniren wollen. Mir aber wird nichtsAngenehmeres sein, als dem Fürsten meine beständige Gnadund Affcction zu zeigen, auf welche er sich allzeit zu ver-lassen hat'ch."

st Brief vom 26. Januar 170V.st Schreiben vom 21. Februar 1709.