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lichc Oberbefehlshaber, der Herzog von Orleans, mit allerMacht angegriffen. Sic wnrdc vom Grafen Efferen, einemPfälzer, mit 3000 Mann vcrthcidigt, mußte sich aber dennochergeben, da Graf Stnrhembcrg keine Armee hatte, hinlänglichstark, um einen Entsatz zu versuchen. Trotz dieses Erfolgeswagte der Herzog keinen Angriff auf Barcelona, und auchStarhembcrg vermochte nicht zum Angriff überzugehen, und sohicltcik sich beide im verschanzten Lager.
Am 25. Juli brachte die Flotte die junge Königin. Am3l. Juli gelangte sie nach St. Andrea vor Barcelona. Hierherritt ihr Karl am 1. August entgegen und führte sie „mit schönerCavalcnde" in die Stadt zur Hofpfarrkirchc, wo der Vcr-mählungSact wiederholt wurde. Man gab Feste, so gut es dieUmstände und die Mittel erlaubten. Die junge Königin, dasMuster aller Vollkommenheit, wie der Ruf ihr voranging, ent-sprach den Erwartungen und wußte sich die Gunst und Liebedes Königs und der Spanier alsbald zu erwerben. Es gehörteauch nicht geringe Charakterstärke dazu, unter diesen Umständenals junge Königin hierher zu kommen und unter Roth, Be-drängnissen und Entbehrungen und unter den höchsten Gefahrenmit männlichem Muthc hier auszuhallen.
Da der Succurs für große Unternehmungen zu geringwar, so machte man mittlerweile einen Angriff auf Sardinien,der auch völlig gelang. Ebenso ging es mit Minoren und demzur Ueberwinterung der Flotte überaus wichtigen Hafen Mahon.Stanhopc, nunmehr Befehlshaber des englischen Hülfscorps,ging selbst mit 2000 Mann und gewann Stadt und Hafenin raschem Angriff. Später ergab sich auch die Citadclle. Da-gegen mißlang ein Angriff auf Tortosa, wogegen die Franzosennoch so glücklich waren, sich Denia's und Alicante's bis auf dasCastcll zu bemächtigen. Zugleich bedrohten sie von Norden herdie Stadt Girona. Wenn diese Stadt gefallen, schreibt der FürstAnton Florian am 27. Deccmbcr, so sind wir auf drei Meilenum Barcelona beschränkt und müssen entweder Hungers sterben