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dem ersten Angriff gefallen war. In ihm hatte der König einentapferen und geschickten General, einen wahrhaft treuen undwechlmcincndcn Diener, den besten Kenner Spaniens zu betrauern;der Fürst Liechtenstein aber Verlar in ihm seinen besten Freundund den wahlmcincndstcn Rathgcbcr in seiner schwierigen, vielangefachtcnen Stellung.
Nun begann die eigentliche Belagerung der Stadt; schweresGeschütz wurde aus den Schiffen herbeigeschafft und die kleineArmee mit 4066 Seeleuten verstärkt. Die catalonischc Milizder Miguclcttcn besetzte rings das Land, schnitt alle Zufuhrab und fing die Briefe auf. Während König Karl sein Haupt-quartier in dem nahegelegenen Sarria auf einer Villa nahm,von wo er den ganzen Schauplatz übersehen kannte, beschäftigtesich Fürst Antan Florian als leitender Minister mit der Organi-sation des Aufstandes im Lande. Er hielt regelmäßige Con-fercnzcn mit einer Anzahl catalouischcr Dcputirtcn; 5000 Mi-guclcttcn, welche sich bereits gestellt hatten, wurden in regel-mäßigen Dienst und Sold genommen und ein stündiger Kricgs-rath eingesetzt; ein gleicher Rath sollte unter des Fürsten Vor-sitz für die geistlichen Angelegenheiten Catalonicns errichtet werden.Die Belagerung, deren Verlauf hier nicht weiter erzählt sein soll,nahm guten Fortgang und am 7. October cnpitulirtc die Stadt.
So hatte allerdings die Sündhaftigkeit des jungen Königsund ebenso des Fürsten Liechtenstein, dem ein wesentlicher Thcildes Erfolges gebührt, einen großen Triumph davongetragen.Am 7. November hielt Karl seinen feierlichen Einzug in diezweite Stadt seines Reiches unter unbeschreiblichem Jubel derBewohner und des zusammengeströmten Landvolkes. Schonwährend der Belagerung waren andere wichtige Städte thcilsfreiwillig, thcils durch die Miguclcttcn, so Cardona, Lcrida, Urgcl,Tortosa, für Karl gewonnen worden, und dieser konnte sichnun wenigstens als den Herrn Catalonicns betrachten.
Nun aber kamen neue Schwierigkeiten; die gewonnenen Städtemußten mit Truppen besetzt werden und damit zersplitterte sich