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3 (1882)
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gctheilt werden, daß die Studien und Uebnnge» nicht darunterlitten; neben den Studien sollten die Sprachen und besondersLateinisch getrieben werden (dessen er eine ziemliche Erfahrenheitbereits hat"), dann Italienisch und Französisch, Fechten, Tanzenund Reiten, absonderlich aber Mathematik, Arithmetik, Morti-ficatio» neben anderen Excrciticn. Die Instruction nimmt um-sichtig auf Alles Bedacht, auf Reisen zu Wasser und zu Lande,auf die Pflichten der Frömmigkeit, auf den Umgang und denVerkehr, auf Ausgaben und Corrcspondcnz in s. w. Der jungeFürst sollte incognito als Baron von Testitz reisen, und zwarans finanziellen Gründen, weil, wie es heißt, die Güter durch dieKriege so sehr gelitten hätten.

Näheres über die Reise selbst findet sich nicht vor. Sicbegann im Octobcr 1674 und dauerte bis in das Jahr 1676.Zurückgekehrt, wurde der junge Fürst, damals zwanzig Jahrealt, als kaiserlicher Kämmerer in den Hofdicnst gezogen. DreiJahre später (am 15. October 1679) vermählte er sich mitBarbara, Tochter des Grafen Michael Oswald von Thun undder Gräfin Elisabeth von Lodron. Um einen eigenen Familien-sitz zu haben, erkaufte er dann, nachdem er bis dahin seineFamilicnresidenz in Klösterle gehabt hatte, im Jahre 1681 vomGrafen Johann Sebastian von Pötting um 276,060 Guldendie Herrschaft Rumburg mit Schirgiswalda, an welche er vielMühe und Geld verwendete, um sie in besseren ökonomischenZustand zu versetzen und sie für sich selbst wohnlich und angenehmzu machen.

Wie er sich alsbald in seineni Hofdienste während dieserJahre das Vertrauen des Kaisers Leopold muß erworben haben,zeigt der Umstand, daß ihn derselbe schon im Jahre 1689 alsaußerordentlichen Gesandten an den päpstlichen Hof nach Romsendete mit Zustimmung oder vielmehr auf Vorschlag seinesganzen Ministeriums. Es war vollkommen gegen die bisherigeRegel, diesen so überaus wichtigen Posten einem Deutschen vomAdel zu übertragen. Bisher waren es immer Cardinäle gewesen,