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marck die ganze Dorsstätte und Feldmark Rodan und das eineWehr im Dorfe mit allem Recht erblich haben, behalten und ge-brauchen, ausgenommen jedoch die Jagd, welche den Kroch er aufder Rodan und der wüsten Dorsstätte und Feldmark allein zustehenund bleiben soll. Daß dies unverbrüchlich gehalten werde, habenAchim und Hans von Kröcher, an einem, Achim und Redervon Königsmarck, am anderen Theil, für sich, ihre Brüder undVettern mit handgebendcr Treue zugesagt').
Hiernach war also, wie es scheint, ehemals das ganze wüsteDorf Rodan im Besitz der Königsmarck gewesen^), und sie hatteneine Hälfte davon, welche sie nunmehr wieder einlösten, wiedcrkäuflichden Kröcher überlassen/ diesen aber kamen gewisse Berechtigungenauf das Dorf zu, über deren Umfang ein Streit stattfand, der aberdurch den Vergleich beigelegt wurde").
Von langem Bestände war indessen dieser Vergleich nicht, dennschon vier Fahre nachher, 1512, kam es zwischen den Kröchcr undden Königsmarck zu Grenzstrcitigkcitcn, welche weitläuftige Ver-handlungen veranlaßten'), und am 6. Octobcr 1522 erging einErkenntniß des Kammcrgerichts »in Sachen zwischen den von Königs-marck Klägern, eines, und allen den von Kröchcr zu Dreetz ge-sessen, Beklagten, anderen Theils, die Feldmark und DorsstätteRodan und Fagd darauf belangend, <- worin »unsers gnädigstenHerrn Churfürstcns zu Brandenburg Räthe, nach Ueberschung allereingebrachten Gerichtsacta, zu Recht erkennen: Dieweil im versiegel-ten churfürstlichcn Rcceß die Feldmarke und Dorfstätte Rodan denenvon Königsmarck im Neccß benannt erblich, und denen von Kröchcr
-) u. B. II, 3S.
2) Womit auch deren Lehnbrief vom Jahre 1440 übereinstimmt (vergl. S. 5).
2) Daher ist es unrichtig, wenigstens ungenau, wenn in den späteren Lehnbriefendas halbe wüste Dorf Rodan noch als Kröchersche Besitzung aufgeführt wird.
4) Diese Verhandlungen befinden sich im Geh. Staats-Archiv Nep. 22 Nr. 154.Aus den 30 Zeugen-Aussagen, welche wenig Bemerkenswerthes enthalten, mag hervor-gehoben werden, daß ein Zeuge von einem xrauoir (Lärm, Streit) spricht, den dieKröcher mit dem Bischof zu Havelberg gehabt.