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während vom Wiederabdruck der zwischengestreuten Nachrufe auf verstorbeneFakultätsmitglieder, soweit sie schon von Krabbe veröffentlicht waren, unter Hin-weis darauf abgesehen wurde.
II. Noch im Jahre 1745 besass die juristische Fakultät ein Yerzeiclinissder von ihr abgehaltenen Promotionen und Disputationen, welches sicli jedoch indem sonst sehr reichhaltigen Fakultäts-Archiv (es mag hier nur die von 1570 anlückenlos fortlaufende Sammlung der Entscheidungen des Spruchkollegs genanntwerden) nicht mehr vorfindet. Wir sind daher auf die in den „Weiteren Nach-richten" vom Jahre 1745 (Bd. I, S. YII) auf S. 122 ff. überlieferten Auszüge ange-wiesen. Diese beginnen mit dem Jahre 1563 und sind sehr knapp gehalten; wozweifelhaft erscheint, was der Vorlage und was den Herausgebern angehört, trittwie überall für spätere Zusätze Cursivschrift ein. Die Form der Auszüge ist,soviel es sich ohne Verletzung der Treue der Wiedergabe thun liess, den anderenFakultätsaufzeichnungen angenähert.
III. Auch im Archiv der rnedicinischen Fakultät haben sich noch bis1568 zurückreichende Aufzeichnungen vorgefunden. Diese befinden sich in einemFoliobande von 192 Blättern Papier in braunem Lederbande mit dem AufdruckI j F M — 1568. Durch Yorheftung, Einlagen, spätere Benutzung leergebliebenerBlätter ist die alte Ordnung aufs gründlichste gestört. Die Nachrichten über dievon 1579 — 1752 vorgenommenen Promotionen füllen die Seiten 41—130; sie sindin einer ;sonst nicht wieder vorkommenden Weitschweifigkeit abgefasst (die erhal-tenen Auszüge aus dem alten Buche der Juristenfakultät lassen allerdings auf ähn-lichen Inhalt scliliessen) und beschäftigen sich ganz überwiegend mit den äusserenUmständen des Promotionsaktes, dem beobachteten Ceremoniell und den dabei zuentrichtenden Gebühren etc., kulturhistorisch ganz interessante Sachen, die wohleinmal eine besondere Behandlung verdienten, aber für den nächstliegenden Zweckdoch zu sehr ins Breite gehen und darum bis auf ein und das andere Beispielin der Matrikel keinen Platz beanspruchen können.
Receptionen sind in diesen drei Quellen nicht verzeichnet; ein Überblick überZeit und Zahl der vorgenommenen Promotionen folgt am Schlüsse des Verzeich-nisses der Rektoren und der Dekane der philosophischen Fakultät. Es ist dabeizugleich eine Zusammenstellung der aus anderen Quellen, hauptsächlich aus derMatrikel selbst, dann aber aus noch vorhandenen Disputationen und sonstigennicht officiellen Nachrichten zu entnehmenden Promotionen versucht worden, dochist diese natürlich nur mit Vorsicht zu gebrauchen, da von den ohne bestimmteZeitangabe verzeichneten Promotionen immerhin ein Theil an anderen Universitätenerfolgt sein mag.
Rostock, am Reformationsfest 1891.
Ad. Hofmeister.