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<1> (1862) Geschichte der Grafen von Zollern-Hohenberg
Entstehung
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Kampflustig, wie Graf Heinrich mar, nahm er 1352 auf der Seite desGrafen Rudolf von Montfort auch an einer Fehde mit dem Ritter Ul-rich von Bellmont Theil.

Anfangs glücklich zwang der Graf von Montfort seineu Gegner sich indas Lugnizer Thal zurückzuziehen, sah sich aber, nachdem er allzu hitzig vorge-drungen war, am 12. Mai 1352 genöthigt, unter ungünstigen Verhältnissen, beiIIa uz (in Graubünden), mit dem von Bellmont den Kampf aufzunehmen. DerAusgang desselben war für Rudolf und noch mehr für unfern HohenbergerGrafen ein sehr unglücklicher. Heinrich wurde mit mehr als 30 Rittern,worunter einer von Nusplingen, der ohne Zweifel mit ihm ausgezogen war,erschlagen, und der Graf Rudolf von Montfort mit Andern gefangen.^

Graf Heinrichs Gemahlin, Tod und Nachkommenschaft.

Heinrich war mit Agnes, der Tochter des Grafen Heinrich von Sch aunberg (Oestreich, Land ob der Enns) vermählt. 2 Er starb, wie wir bereits wissen,am 12.3 Mtü 1352 und wurde im Kloster Salmannsweiler (Salem) mitgroßem Gepränge beigesetzt. ^

Heinrich soll einen Sohn namens Rudolf hinterlassen haben, welcher 1379gestorben sey, 2 übrigens gänzlich unbekannt ist.

Schaden zugefügt, demjenigen, der ihn ausliefern würde, eine bedeutende Summe Geldes ver-sprochen hatte», gieng er mit einem Herren der Gegend die Wette ein, er wolle unangetastetdurch Rotweil kommen. Als Abt verkleidet machte er sich auf den Weg, und ritt in die Stadtei». Hier wurde er auf der Straße von vielen Bürgern ehrfurchtsvoll begrüßt, und kehrteglücklich und wohlbehalten heim.

Die Rotweiler aber kränkten sich nicht wenig, als sie später den Schwank erfuhren. — Einanderes Mal waren ihm, nachdem er vor dem Thor der Stadt Vieh weggetrieben hatte, seineVerfolger schon hart auf den Fersen und doch gelang es ihm sie zu täuschen. Ans seiner Flnchtstieß er nämlich ans ein Bänerlein, das ans einem Gaule mit quer darauf gelegten Fruchtsackedes Weges daher ritt. Er zwingt den Bauern unter schrecklichen Drohnngen ihm sein Rößleinsammt Sack und langem Kittel abzutreten. In diesem Aufzug ritt er mitten durch seine Ver-folger, welche ihn freundlich grüßten und unangefochten ziehen ließen.

1 Constanzer Chr. bei Mone, Quellen-Sammlung der bad. Landesgeschichte I. S. 315.An zwei Stellen, wovon eine irrig das Jahr 1351 hat

ü.M. Ergont. S. >07 zu 1352. Merkte, Vorarlberg III. S. 140.

2 S. im Ilrkd.Buch zu 24. Juni 1348 0. O. — Notizenblatt, Beil. zum Archiv für Kundeöstr. Gesch. Quellen 1851, S. 335. Der Agnes Heimsteuer betrug laut Urkunde von 25. Juni1337. 1200 Pfd. Heller.

3 Das Anniversarium des Stifts Ehingen, an das er einen halben Wagen Wein ans seinenWeinbergen in der Zangenhalde (bei Rotenburg) gestiftet, hat den 19. Mai.

6 üld. ^rxont. S. 107.

Das lüder Irackitionum von Weitenauer, welches irrig den 14. Inn' als seinen Todestaghat, läßt ihn in der Stiftskirche zu Ehingen begraben seym

2 Gabelkhover Geneal. „ex ltdro autiguo" zu Rotenburg.