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von Böhmen beharrte jedoch auf seinem Recht an das ihm verpfändete Kaisers-berg i und sein dortiger Vogt Steinung wahrte kräftig die Interessen seinesHerrn, daher sich K, Ludwig genöthigt sah, seinen Landvogt Hugo von Hohen-berg mit der Macht der Reichsstädte Hagenau, Colmar, Ehenheim, Schlett-stadt, Rosheim und Mühlhausen gegen Kaisersberg aufzubieten, welchesauch wirklich von denselben belagert wurde, 2 Am 9. Aug. kam indesseu zwischenbeiden Theilen ein Vergleich zu Stande, 2 nach welchem der Vogt Steinungdie Burgen Kaisersberg und Plixburg, die Kaisersberger aber ihre Stadt14 Tage vor St. Martins-Meß an den Landvogt Grafen Hugo vou Hohen-berg zu übergeben versprachen. Würde aber K. Johann inzwischen mit Heeres-macht in's Land kommen oder sich mit dem Kaiser aussöhnen, oder endlich diesermit Tod abgehen, so sollen der Vogt und die Bürger von Kaisersberg ihrer Zusagewieder ledig sepn. ^
Gegen das Ende der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts hatte sich von denüberseeischen Ländern aus nach Italien und Frankreich 2 und von da über dieRheinlande und Schwaben eine schreckliche Seuche, der schwarze Tod genannt,verbreitet. 2
Diese fürchterliche Geißel,? deren Vorläufer Hungersnoth und Erdbeben ge-wesen waren, erregte abermals (s. oben) einen Verfolgungssturm gegen die Juden,die man „ziech, sü hettent burnen (Brunnen) unn andere waszere entsüfert mitvergift"-. 8 Im Elsaß und in Schwaben starben von 1347—1349 viele Hundertederselben den Feuertod. 2
Auch in Städten der Hohenberger Herrschaft lo wüthete man gegen „das Volk,welches den Herrn getödtet". Jndeß wirkten hiebet noch andere, weltliche Hebel
> Schreiben Johanns an Kaiscrsberg u. s. w. 0. 28. Ang. 1336.
Schöpflin, Xlsat. üixl. II. S. >56.
2 Böhmer, Regesten K. Ludwigs zn 22. Mai >336. Schöpf!!», Xlsat. üixl. II ..S. !53.
3 Daß der König von Böhmen solchen nicht anerkannte, geht aus Note 1, hervor.
4 Urkunde zn 9. Ang. 1336. Schöpflin, Xlsat. üixl. II. S. l53.
5 0vk. VitoZ. S. 245. Xlb. Xrßsut. S. 147.
6 Closener, Straßburger Chr. a. a. O. S. 93 „das große sterbote."
7 „Horror est scribors vel nairaro" etc. Xlb. Ergont.
^ Closener, a. a. O. S. 83. Xlb. Ergont. S. 147.
» Namentlich in Straßburg! Closener a. a. O. berichtet S. 83. „Do man zalte INveLXIUXjor, do wnrdent die Inden zu Strasburg verbrent in eime kirchhof uf eime hnltzinen geruste,an saute Feltins tage —. Sü wordent onch des selben jores verbrant in allen steten nf deineRi»s." Man verscharrte ihre Leichname in großen Gruben ans dem Felde.
w Heinrich von Diessenhoven macht Horb'nnd Nagold namhaft. In Betreff der ersterenStadt stimmt gut folgende urkundliche Angabe: 1351 verkaufen. . . marckart bersenfels sel. sonevon Horm Gülten aus verschiedenen Aeckern, unter Anderen... „in der wagenerin acker bqder jnden grübe." Horber Copialbnch. — Die Juden-Verfolgungen in Rotenburg f.unten bei Graf Rudolf III.