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Haber derselben, trotz der an sie ergangenen Aufforderung des Kaisers selbst, sichgegen die Ablösung sträubten, befahl dieser dem Grafen Alb recht und allen Ge-treuen des Reichs im Elsaß, welche den Landfrieden beschworen hatten, die Wider-spenstigen dazu anzuhalten, daß sie seinem Willen Folge leisten. ^
Im September des vorgenannten Jahres (1338) bot K.Ludwig die elsaßi-schen Reichsstädte gegen den Bischof Berthold von Straßburg, 2 einen seinerhartnäckigsten Gegner, auf. ^ Alsbald schickten dem Bischof, ohne Zweifel aufAutreiben Graf Albrechts, die von Schlettstatt einen Absagebrief. An ihrerSpitze zog Johann von Eckerich, Schultheiß der Stadt, aus und verwüsteteBertholds Gebiet, worauf dieser, unterstützt von den Herzogen von Oestreich,dem Bischof von Basel, dem Abt von Murbach und Grafen Ulrich vonWir-temberg, die genannte Stadt belagerte. Da Berthold aber auf lebhaften, erfolg-reichen Widerstand stieß, zog er ab und rückte in das Leberthal, um an dendaselbst gelegenen Besitzungen des Johannes von Eckerich ^ durch Verwüstung Rachezu nehmen. Nachdem dieses geschehen, rückte er abermals vor Schlettstatt undverheerte die Weinberge ringsum, zog aber bald wieder ab, um Neuweiler, woschon im Anfang der Fehde die Schwaben arg gehaust hatten, noch einmal mitBrand und Verwüstung heimzusuchen.
Nun schloßen sich auch die von Ehenheim und Colmar denen von Schlett-statt an; die bischöflichen Dörfer Pfaffen heim und Geblersweiler ließ dasvereinigte Städter-Heer in Rauch aufgehen. Hierüber ergrimmt, wollten die Schaa-ren Bertholds und die des Abts von Marbach die Neichsstädtischen angreifen,aber Berthold Waldener, der bedächtige Vogt des Bischofs, hielt seine Mann-schaft zurück. Die bischöfliche Partei fuhr indessen fort, durch Raub und Be-schädigung sich zu rächen. So machte einer der Anhänger des Bischofs, Rudolfvon Ochsenstein, welcher mit den Rittern desselben in Ebers Heimmünsterund Dambach lag, mit einein kleinen Haufen einen Streifzug gegen Schlett-statt. Außerhalb der Stadt traf er einige Pferde auf der Weide, ergriff dieselbenund führte sie in der Richtung von Dambach mit sich fort. Die Bürger vonSchlettstatt aber brachen, alsbald von diesem Raubzug unterrichtet, unter Anfüh-rung ihres Reichsvogts Ulberts von Hohenberg und seines Bruders Hugo,eiligst aus ihrer Stadt heraus, verfolgten den von Ochsen stein und übersielendie zu Dambach stehenden Ritter, welche von dem Vorfall keine Kunde erhalten
> Böhmer, Regesten K. Ludwigs, ackäit. seo. S. 326.
2 Dieser, ein Mann von ritterlichem Geiste, gehörte dem angesehenen Geschlechte der HerrenVon Bucheck (bei Solothurn) an. ^Ib. Ergont. „äo IZortoldi a Iluoboolrs oxiso. arxsnt. robusxostis cowwont. bei Ilrstisius S. 167 ff.
2 ^lb. Ergont. a. a. O. S. 175. — Schreiben K. Ludwigs vom 26. Sept. 1338. an dieStadt Münster im Elsaß, bei Schöpflin, Älsat. <Zixl. II. S. 156.
4 Die Burg Eck er ich lag auf einem Berge bei Markirch, auf der lothringischen Seitedes Thales.
Schmid, Gr. v. Zollern-Hohenberg. « tll