— 155 —
Hochdorf (f. Urkunden zu 7. Nov. 1293 und 17. Jan. 1297).
Vollmaringen (f. Urkunde zu 19. Jan. 1287).
Bondorf, O.A. Herrenberg. Laut Urkunden von 1272 und 1289 ge-hörte dieser Ort noch in den genannten Jahren dem Hause der Pfalzgrafen vonTübingen, ^ und zwar hatte hienach nicht blos die Horber, sondern auch dieAsperger Linie derselben daran Theil; 16. Nov. 1317 erscheint Gr. B. IV. imBesitz des alternirenden Patronats der Kirche des Orts; 6. Jan. 1352 verkauftendie Gr. v. H. von der Nagolder und Notenburger Linie gemeinschaft-lich, „den widemhof, kyrchensatz vnd die lehenschaft der kyrchen ze Bondorf" anBebenhausen.
Aus diesen urkundlichen Angaben folgt, daß Gr. Burkard IV., der Stamm-vater der Nagolder Linie, zwar ohne Zweifel einen Theil von Bondorf erhei-rathet hatte, ein anderer Theil aber sehr wahrscheinlich auch seinem Bruder Al-brecht, dem Stammvater der Rotenburger Linie, somit schon dem Vater beiderBurkard III., Gemahl der Pfalzgräfin Mechthild, gehört hat.
Sechster Abschnitt.
Albrecht III. und Albrecht lV./ Söhne Graf Alberts II.
s- I-
Graf Albrccht in. von Hohenberg, genannt Rösselmanu sRöschmaiiu); ^ vermähltam 1. Aug. 1284 zn Markgröningen mit di. dl. Todt im Jahr 1305.
V. Betheiligung Graf Albrechts III. an den Neichsangelegenheiten.Seine Beziehungen zu andern schwäbischen Grafenhäusern.
Alb recht (III.) nahm an den politischen Begebenheiten seiner Zeit, wie denKriegen K. Alb rechts keinen Antheil — wenigstens sagen die Quellen nichtsvon ihm — und erschien sehr selten am Hoflager desselben. Wir treffen ihnurkundlich nur zwei Mal in des römischen Königs Umgebung: um die Mitte des
' S. Urkd.-Buch zu des Verfassers Gesch. d. Pfalzgrafeu v. Tübingen. S. 45 und 54.Schon Ilöl u. 1253 kommen Ritter v. B, unter pfalzgräflichen Ministerialen vor.
2 Da man von diesem nur sehr wenig weiß, er auch kein Nachkommen hinterlassen hat,so reihen wir ihn seinem ältesten Bruder an.
2 -rib. ^rxont. S. l <Z6. S. oben S. >12 bei Albert II. Sonst (z. B. bei ölicbaol Ilordi-xotonsis, in Böhmer Kontos I. S. 464), wird Albrechts Bruder, Rudolf I., also genannt. Dasmittelhochdeutsche „rösche" bedeutet lebhaft, heftig sc.